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Meinungen Wolf Paarmann zur Handball-Weltmeisterschaft in Katar
Mehr Meinungen Wolf Paarmann zur Handball-Weltmeisterschaft in Katar
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00:21 04.02.2015
Von Wolf Paarmann
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Der Veranstalter hatte ausverkaufte Hallen versprochen, tatsächlich waren sie zumeist gespenstisch leer. Auch die als Event inszenierten Heimspiele des Gastgebers mussten in großem Stil mit Klatschvolk aufgefüllt werden. Zudem war das Ticketing katastrophal organisiert. Offenbar hatte der Veranstalter große Kontingente aufgekauft und an Sponsoren verschenkt. Auf dem freien Markt war es schwer, Tickets zu erwerben. Und wenn, dann wurden sie nicht selten doppelt verkauft.

Gar zur Farce geriet der Umgang mit dem Team des Gastgebers, in dem nur vier Katari mitwirkten. Es profitierte in einer Form von den Schiedsrichtern, die sich mit Heimvorteil nicht erklären lässt. Der Weltverband IHF zeigte sich einmal mehr in hohem Maße unsensibel. So durfte ein Gespann das Endspiel pfeifen, das bereits tags zuvor im Spiel um Platz sieben im Einsatz gewesen war – ein unübliches Verfahren, das allen Spekulationen erst die Tür öffnete. Im Vorfeld der WM hatte die IHF in einem absurden Verfahren Wildcards an Deutschland, Island und Saudi-Arabien verteilt. Den entstandenen Imageschaden konnte die IHF in Katar nicht beheben – ganz im Gegenteil.