Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Hamburg 485 Corona-Neuinfektionen in Hamburg – Kliniken am Limit
Nachrichten Hamburg

485 Corona-Neuinfektionen in Hamburg – Kliniken am Limit

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:49 17.12.2020
Von 566 aktuell in Hamburg betreibbaren Intensivbetten sind laut dem Online-Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) noch 61 Betten frei. Quelle: Marijan Murat/dpa
Anzeige
Hamburg

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen in Hamburg ist von Mittwoch auf Donnerstag um 485 gestiegen. Das sind 84 weniger als am Vortag und 21 weniger als vor einer Woche. Am Mittwoch hatte die Zahl mit 569 neuer Ansteckungen noch sehr deutlich zugelegt. Die Inzidenz - also die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen - sank nach Angaben der Gesundheitsbehörde geringfügig von 150,8 auf 149,6. Vor einer Woche hatte der Wert noch bei 127,7 gelegen.

Die Zahl der Toten in der Corona-Statistik des Robert Koch-Instituts (RKI) nahm um 9 auf 500 zu - das sind 57 mehr als noch vor einer Woche. Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 31.048 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, von denen nach RKI-Schätzungen inzwischen 23.300 als genesen angesehen werden können. In den Krankenhäusern der Hansestadt wurden mit Stand Mittwoch 474 Corona-Patienten behandelt, 15 mehr als am Vortag. 96 von ihnen lagen auf Intensivstationen, 3 mehr als am Dienstag.

Anzeige

61 Intensivbetten in der Stadt nur noch frei

Die Lage wird dort zunehmend angespannter: Von 566 aktuell in Hamburg betreibbaren Intensivbetten sind laut dem Online-Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) noch 61 Betten frei. Demzufolge mussten mit Stand Donnerstagmorgen mehr als die Hälfte der erwachsenen Corona-Patienten auf Intensivstation invasiv beatmet werden.

Dem Intensivregister zufolge waren in der Asklepios-Klinik in St. Georg, im katholischen Marienkrankenhaus, in der Schön-Klinik in Eilbek, im Evangelischen Amalie-Sieveking-Krankenhaus in Volksdorf sowie im Asklepios-Westklinikum in den intensivmedizinischen Bereichen mit invasiver Beatmung bereits keine Betten mehr frei. An vielen anderen Standorten standen die Ampeln auf Gelb.

Manchmal müssten Ärztinnen und Ärzte stundenlang mit ihren Kolleginnen und Kollegen in anderen Krankenhäusern reden, um doch noch ein freies Intensivbett für einen Patienten zu finden, berichtete NDR 90,3. Und Kliniken, die noch Kapazitäten hätten, würden darum kämpfen, die Reserven nicht herzugeben, um nicht selbst in Bedrängnis zu geraten.

Von RND/dpa