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Hamburg Bootsausstellung im neuen Gewand
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15:39 16.10.2018
Messebauer legen zwischen kleinen Motorjachten auf dem Messestand von Jeanneau noch einmal Hand an. Mittwoch startet die neue Wassersportmesse "Hamburg Boat Show". Quelle: Christian Charisius/dpa
Hamburg

Nach dem Aus für die traditionsreiche Hanseboot hat die Messe Friedrichshafen, die am Bodensee die Interboot ausrichtet, eine im Vergleich zur Hanseboot kleinere Ausstellung mit knapp 300 Teilnehmern auf dem Hamburger Messegelände aus dem Boden gestampft.

30 000 Besucher werden erwartet

Mehr als 170 Segeljachten und Motorboote sind in den B-Hallen zu sehen, darunter einige Deutschland-Premieren wie finnische Motorboote von Funmaster Husky oder die rund 750 000 Euro teure "Galeon"-Motorjacht. Bei den Segeljachten ist ein 320 000 Euro teures Dehler-Exemplar das Schmuckstück. Aber auch Fun-Sport wie Wellenreiten und Standup-Paddling kann ausprobiert werden. Bis zum 21. Oktober werden mehr als 30 000 Besucher erwartet.

Die Hamburg Messe hatte 2017 das Aus für die Hanseboot beschlossen, was unter Bootsbauern, Segelmachern und Zubehör-Anbietern Verdruss auslöste. Auf Druck aus der Branche sei die neue Ausstellung binnen neun Monaten organisiert worden, sagte der Präsident des Deutschen Boots- und Schiffbauerverbandes (DBSV), Torsten Conradi, am Dienstag in Hamburg. "Hamburg ist und war immer der große Messeplatz für Boote im Norden." Auch der Herbst-Termin sei nach wie vor willkommen, die Aussteller hofften auf Bestellungen, die dann schon im nächsten Frühjahr ausgeliefert werden könnten, hieß es.

Bootsanteile sind der neue Trend

Ohnehin befinden sich die Boots- und Schiffbauer im Stimmungshoch, wie DBSV-Geschäftsführer Claus-Ehlert Meyer berichtete. Er erwartet auch im deutschen Markt verstärkt einen internationalen Trend: In den USA beispielsweise würden auf Messen Anteile an Booten angeboten, die Anteilseigner hätten dann für mehrere Wochenenden und anteilig zu Ferienzeiten Anspruch auf das stets gewartete Boot. Aus Deutschland seien im ersten Halbjahr verglichen mit dem Vorjahreszeitraum Boote im Wert von 338 Millionen Euro ausgeführt worden (minus 70 Prozent), die Importe hatten einen Wert von rund 130 Millionen Euro, ein Zuwachs von 7,6 Prozent. Nach der Finanzkrise 2008 habe sich der deutsche Bootsmarkt wieder zurechtgerüttelt, sagte Meyer.

Neben Produkten auch Vorträge

Die Boat Show will mehr als eine "reine Produktschau" sein. Mit Fachinformationen und -vorträgen liefere sie Wissen für Bootsfahrer, Board-Fans und solche, die es werden wollen, hieß es. Eine Halle ist für Zubehör und Ausrüstung reserviert.

Mit der Hamburg Messe sei ein Dreijahres-Vertrag zur Ausrichtung der Boat Show unterzeichnet worden, berichtete der DBSV-Präsident. Die Messe Friedrichshafen berichtete von Synergieeffekten, die durch die zwei Messen im Norden und Süden Deutschlands zum Tragen kämen. Die Hamburg Messe hatte das Hanseboot-Aus mit rückläufigen Aussteller- und Besucherzahlen begründet.

Von dpa

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