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Hamburg CDU fordert spezielle Erwachsenenbildung gegen Fake News im Netz
Nachrichten Hamburg CDU fordert spezielle Erwachsenenbildung gegen Fake News im Netz
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09:48 09.02.2020
Mit mehr politischer Bildung speziell für berufstätige Erwachsene will die CDU-Bürgerschaftsfraktion in Hamburg gegen Fake News und Verschwörungstheorien im Netz vorgehen. (Symbolbild) Quelle: Franziska Gabbert/dpa
Hamburg

Mit mehr politischer Bildung speziell für berufstätige Erwachsene will die CDU-Bürgerschaftsfraktion in Hamburg gegen Fake News und Verschwörungstheorien im Netz vorgehen. Das Problem seien nicht nur die, die solche Postings verfassten und ins Netz stellten, sagte die arbeitsmarktpolitische Sprecherin Franziska Rath.

„Auch jene, die diese Verschwörungstheorien weiterleiten, weil sie an deren Echtheit glauben, beteiligen sich − wenn teilweise auch unbewusst− langfristig an der Spaltung der Gesellschaft.“ Politische Bildung könne „immun gegen den Virus der Desinformation“ machen. Die ziele in Hamburg aber vor allem auf Jugendliche.

Der rot-grün Senat habe die vorhandenen finanziellen Mittel zugunsten Jugendlicher und junger Erwachsener erheblich umgeschichtet, sagte Rath. „Hamburgerinnen und Hamburger im erwerbsfähigen Alter zwischen 20 und 65 Jahren hingegen fühlen sich von den vorhandenen Angeboten leider zu wenig angesprochen oder haben schlichtweg keine Zeit für diese.“

Politische Bildung in den Alltag integrieren

In einem Antrag für die Bürgerschaftssitzung am Mittwoch fordert die CDU den Senat auf, „ein Konzept zu erstellen, damit im Bereich der politischen Bildung innovative Formate speziell für berufstätige Erwachsene entwickelt werden können, die digital, aber auch über lebenslagengerechte Veranstaltungsformate direkt die genannte Zielgruppe ansprechen“. Politische Bildung müsse „mehr zu den Menschen kommen“ und in den Alltag integriert werden, sagte Rath.

Zusammen mit Handwerkskammer, Handelskammer und Arbeitgeberverbänden soll zudem überlegt werden, wie politische Bildung auch über die Arbeitgeber an die Zielgruppe herangetragen werden kann. Das Rad müsse dabei gar nicht neu erfunden werden, sagte sie. „Es gibt bereits interessante digitale Vorbilder. Allerdings müsste Rot-Grün das Problem erst einmal erkennen.“

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Von RND/dpa

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