Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Hamburg Elbphilharmonie: Bislang sind 34 Konzertbesucher gestürzt
Nachrichten Hamburg Elbphilharmonie: Bislang sind 34 Konzertbesucher gestürzt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:48 01.10.2019
Seit Eröffnung der Elbphilharmonie Anfang 2017 wird über die Sicherheit der Treppen in dem 110 Meter hohen Gebäude diskutiert. Quelle: Christian Charisius/dpa
Hamburg

Seit Eröffnung der Elbphilharmonie Anfang 2017 wird über die Sicherheit der Treppen in dem 110 Meter hohen Gebäude diskutiert. Nun hat sich der Hamburger Senat auf eine Kleine Anfrage der CDU-Bürgerschaftsfraktion zu den Gefahren geäußert. Demnach erfasste der Betreiber, die HamburgMusik gGmbH, bislang 34 Stürze. In der ersten Saison 2017/18 hatte es demnach drei Stürze von Besuchern im großen Saal gegeben. In der vergangenen zweiten Konzertsaison waren es fünf. Im Foyer des großen Saales ereigneten sich je 13 Unfälle pro Saison.

Bisher weit über zwei Millionen Besucher

Insgesamt zählte die Elbphilharmonie nach Angaben eines Sprechers bisher weit über zwei Millionen Besucher. Zu den Unfällen wollte sich der Sprecher nicht äußern.

Vergleichbare Zahlen über Stürze sind schwer zu bekommen, jedoch zählte das Statistische Bundesamt für Hamburg etwa im Jahr 2017 mehr als 500 tödliche Stürze, davon allein 21 auf oder von Treppen oder Stufen.

Erster Sturz vor offizieller Eröffnung

Einen ersten Sturz hatte es bereits vor der eigentlichen Eröffnung der Elbphilharmonie gegeben, und zwar am Tag der feierlichen Übergabe des Konzerthauses am 4. November 2016. Zu dem Foyer im elften Stock führen breite Wendeltreppen mit hellem Eichenparkett. Die oberen Reihen des Saals mit 2100 Plätzen liegen in der 16. Etage.

Gezählt wurden nur Stürze, bei denen entweder das Personal oder der Rettungsdienst zu Hilfe kam. Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen, erklärte der CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Jörg Hamann. Zur Schwere der Verletzungen und zu eventuell notwendigen medizinischen Behandlungen machte der rot-grüne Senat keine Angaben.

Treppenstufen wurden stärker markiert

Die Sicherheit des Zuschauerbereichs sei bereits bei der Bauabnahme von einem auf Theatersicherheit spezialisierten Büro bewertet worden, hieß es. Die Architekten und die Bauaufsicht hätten dessen Empfehlungen erörtert. Dabei habe die Behörde die Planung der Architekten als rechtskonform bestätigt. Dennoch habe HamburgMusik die Treppenstufen stärker markieren lassen. Für Sehbehinderte seien ertastbare Hilfen angebracht worden.

Zuletzt gab das Spezialbüro laut Senat am 21. Juni 2018 eine Gefährdungsbeurteilung ab. Ergebnis: keine Handlungsnotwendigkeit. Die CDU-Fraktion sieht das anders: «Die Sicherheit der Konzertbesucher sollte oberste Priorität haben, hier müssen die Verantwortlichen noch nacharbeiten», forderte Hamann.

Hauseigener Rettungs- und Sanitätsdienst engagiert

Bereits wenige Monate nach Eröffnung der Elbphilharmonie hatten die Betreiber wegen mehrerer Stürze einen hauseigenen Rettungs- und Sanitätsdienst engagiert. Der Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg bezeichnete die Treppen im Saal sowie im Foyer damals als «gefährliche Stolperfallen». Die Kulturbehörde ließ daraufhin die Stufen mit 15 Millimeter breiten schwarzen Streifen markieren. Die Stufen zwischen den Stuhlreihen im Großen Saal bekamen zusätzlich mit dem Fuß oder Blindenstock ertastbare schwarze Punkte.

Von RND/dpa

Autofahrer mussten in und um Hamburg am Montagmorgen viel Geduld mitbringen. In „ganz Hamburg“ sowie auf den Autobahnen habe es zu Wochenbeginn Stau und stockenden Verkehr gegeben, sagte ein Sprecher der Verkehrsleitstelle am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

30.09.2019

Gegen eine laut Verfassungsschutz von Rechtsextremen organisierte Kundgebung sind am Sonntag in der Hamburger Innenstadt knapp 800 Menschen auf die Straße gegangen. Die Polizei habe in der Spitze 790 Gegendemonstranten gezählt, sagte eine Sprecherin.

29.09.2019

Eine amerikanische Fliegerbombe sorgte für Verzögerung. Doch jetzt ist die Autobahn 7 im Bereich des Hamburger Elbtunnels ist nach der Entschärfung des Blindgängers aus dem Zweiten Weltkrieg wieder befahrbar.

29.09.2019