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Hamburg Greta Thunberg demonstriert mit 20.000 Menschen in Hamburg
Nachrichten Hamburg Greta Thunberg demonstriert mit 20.000 Menschen in Hamburg
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17:58 21.02.2020
01.03.2019, Hamburg: Greta Thunberg, Klimaaktivistin, steht während einer Kundgebung auf dem Rathausmarkt auf einer Bühne. Die junge Schwedin wird am 21.02.2020 in Hamburg zu der Großdemonstration von Fridays for Future erwartet.
Greta Thunberg bei der Klimademo in Hamburg Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa
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Hamburg

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg hat Politikern vorgeworfen, sich nicht genug für den Schutz des Klimas einzusetzen. „Die Entscheidungsträger verhalten sich immer noch so, als ob alles gut wäre und die Wissenschaft wird immer noch  ignoriert“, sagte Thunberg am Freitag bei der Fridays-for-Future-Demo in Hamburg.

„Das ist das Jahr 2020 und wir müssen jetzt echtes Handeln sehen“, sagte Thunberg. „Die Krise ist hier und jetzt und nicht in der fernen Zukunft. (...) Wir sind müde, konstant außen vor gelassen zu werden“, ergänzte die 17-Jährige. Sie wisse nicht, wie Politiker ihren Kindern in die Augen schauen können, während sie ihnen die Zukunft stehlen. „Wenn genug Menschen mitmachen, den Wandel voranzutreiben, dann kann der Wandel auch gelingen.“

Schweigeminute für die Opfer von Hanau

Zu Beginn der Klimademonstration von Fridays for Future in Hamburg haben tausende Schüler und Studenten eine Schweigeminute eingelegt. Sie gedachten damit der Opfer der mutmaßlich rassistisch motivierten Gewalttat im hessischen Hanau in der Nacht zum Donnerstag. „Wir sind traurig, wir sind wütend“, sagte Yavuz Feroglu vom kurdischen Dachverband Nav-Dem.

Die Polizei sprach von etwa 10.000 Teilnehmern beim Auftakt mit weiterem Zulauf. Die Veranstalter schätzen die Zahl auf 25.000, angemeldet waren 30.000. Nach der Auftaktkundgebung wollten die Demonstranten durch die Hamburger Innenstadt ziehen.

Fridays for Future: Zum zweiten Mal hat die Klimaaktivistin Greta Thunberg die Klimademo in Hamburg besucht. Eindrücke von dem Protest.

Fettes Brot rockt Klimademo

Die Hamburger Band Fettes Brot hat für Stimmung bei der Fridays-for-Future-Demo gesorgt. Auf der Bühne am Heiligengeistfeld performten die Musiker vor tausenden Schüler und Schülerinnen unter anderem „An Tagen wie diesen“, „Du triffest nach rechts“ und „Schwule Mädchen“.

„Es ist uns eine große Ehre, dabei zu sein“, sagte ein Bandmitglied. „Wir wollen, dass die Leute demokratisch wählen. Keine Stimme den Faschisten“, sagten die Musiker vor ihrem Auftritt zwei Tage vor der Bürgerschaftswahl. Neben Fettes Brot wollen noch zahlreiche andere Künstler wie DJ Dynamite, Mal Élevé und Emily Roberts auftreten.

Hier sehen Sie viele Bilder von der letzten Fridays for Future-Demo in Hamburg mit Greta Thunberg

Rot-Grüner Klimaplan in Hamburg reicht FFF nicht aus

„Wir stehen an einem Scheideweg: Rasen wir weiter auf den Abgrund zu oder ziehen wir die Notbremse?“, sagte Dalila Nouame, Sprecherin von Fridays for Future Hamburg. 2019 sei das Jahr der Aufmerksamkeit gewesen. „2020 muss jetzt das Jahr der politischen Verbesserungen undVeränderungen werden“, sagte Nouame.

Der Klimaplan, den der rot-grüne Senat in Hamburg vorgelegt habe, sei nicht kompatibel mit dem Pariser Klimaabkommen und dem Ziel, die globale Erderwärmung auf maximal 1,5 Grad zu begrenzen.

Zuletzt kamen Zehntausende

Parteiunabhängig fordert die Bewegung für die Hansestadt Klimaneutralität bis 2035, eine autofreie Innenstadt sowie die Abschaltung aller Kohlekraftwerke bis 2025. „Klimaschutz ist längst mehrheitsfähig und es ist absurd, dass wir in dieser Stadt die Ziele des Pariser Abkommens verfehlen werden“, sagte Sprecherin Annika Rittmann.

Beim bislang größten globalen Klimastreik in Hamburg am 20. September 2019 gingen rund laut Polizei 70.000 Menschen rund um die Binnenalster auf die Straße, die Veranstalter sprachen von 100.000 Teilnehmern. Im November waren es 50.000 Menschen, damals spielte die Hamburger Band Deichkind. Vor fast genau einem Jahr – am 1. März – hatte die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg das erste Mal an einem Klimastreik in Hamburg teilgenommen.

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Von RND/dpa

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