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Hamburg "Mein Schiff 2" legt zur ersten Kreuzfahrt nach Corona-Pause ab
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Hamburg: Tui-Schiff "Mein Schiff 2" legt zur ersten Kreuzfahrt ab

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08:47 25.07.2020
Hamburg: Nach monatelanger Zwangspause hat erstmals wieder ein großes Kreuzfahrtschiff von einem deutschen Hafen abgelegt. Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa
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Hamburg

Nach monatelanger Zwangspause hat am Freitag erstmals wieder ein großes Kreuzfahrtschiff von einem deutschen Hafen abgelegt. Das Tui-Schiff „Mein Schiff 2“ verließ am späten Abend den Hamburger Hafen zu einem dreitägigen Rundtrip auf der Nordsee in Richtung Norwegen.An Bord sind rund 1200 Passagiere und damit deutlich weniger als die knapp 2900 Gäste, die eigentlich Platz hätten. Auch die vorgeschriebene Kapazitätsgrenze von 60 Prozent wurde nicht ausgeschöpft. Die Passagiere verbringen das Wochenende ohne Landgang auf See und kehren am Montagmorgen in die Hansestadt zurück.

An Bord gilt ein strenges Hygiene-Konzept mit den üblichen Regeln. Die Crewmitglieder sollen untereinander und zu den Gästen den Mindestabstand von 1,50 Metern einhalten oder Gesichtsmasken tragen. Die Buffetrestaurants werden geöffnet sein, aber die Gäste haben nicht selbst Zugang zu den Speisen, sondern diese werden ihnen angereicht. Bevor die Passagiere an Bord gehen, müssen sie einen Gesundheitsfragebogen ausfüllen und ihre Körpertemperatur messen lassen.

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Hamburg: Das Tui-Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 2“ läuft zu einem dreitägigen Rundtrip auf der Nordsee in Richtung Norwegen aus. Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa

Auch weitere Reedereien neben Tui starten mit ähnlichen Konzepten wieder zu kurzen Trips. Am 5. August soll die „AIDAperla“ von Hamburg zu ihrer ersten Reise nach der Corona-Pause ablegen, am 12. August in Rostock die „AIDAmar“ und am 16. August in Kiel die „AIDAblu“. Die Reederei hält an den Plänen fest, auch nachdem zehn von 750 eingeplanten Crew-Mitarbeitern positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

Tui-Chef: Reisewarnung für türkische Urlaubsgebiete aufheben

Im Streit um die Reisewarnung der Bundesregierung für die Türkei schlägt Tui-Vorstandschef Fritz Joussen unterdessen einen Kompromiss vor. Die türkischen Urlaubsgebiete am Mittelmeer sollten von der allgemeinen Reisewarnung freigestellt werden, sagte Joussen der „Rheinischen Post“. „Wir plädieren für einen pragmatischen Ansatz: Weil die Touristenregionen an der türkischen Riviera am Mittelmeer einen sehr hohen Sicherheits- und Qualitätsstandard haben, sollte Deutschland für diese Ziele die Reisewarnung in einem Pilotprojekt aufheben“, führte der Manager aus.

Es gehe um „sehr weitläufige Urlaubsresorts“, nicht um die Städte. Joussen erinnerte daran, dass auch die Lockerungen für Mallorca schrittweise kamen: „Reisen nach Mallorca hat die Tourismusbranche auch mit einigen tausend Urlaubern in einem Pilotprojekt gestartet, bevor es allgemein in Spanien wieder losging.“

 

 

Von RND/lno

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