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Hamburg Hamburger Mathematik-Abitur wird besser bewertet als geplant
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22:46 04.06.2019
Die umstrittenen schriftlichen Prüfungen auf grundlegendem Niveau werden besser bewertet als ursprünglich geplant. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
Hamburg

Gute Nachricht für Hamburger Mathe-Abiturienten: Die umstrittenen schriftlichen Prüfungen auf grundlegendem Niveau werden besser bewertet als ursprünglich geplant. Das teilte die Schulbehörde am Dienstag mit. Bereits unmittelbar nach den Prüfungen hatten zahlreiche Schüler dagegen protestiert. Tausende hatten eine Online-Petition unterschrieben.

Bewertungsmaßstab wird angepasst

Aktuelle Zwischenergebnisse hätten die Einschätzung der Schulbehörde bestätigt, dass zwei der vier in Hamburg eingesetzten Mathematik-Abiturklausuren zu schwer gewesen seien, sagte ein Sprecher am Dienstag. Deshalb solle der Bewertungsmaßstab für diesen besonderen Fall angepasst werden. Genaueres solle in den nächsten Tagen bekanntgegeben werden, sagte der Sprecher.

Kommission hat Aufgaben entwickelt

Hamburg setzt seit drei Jahren in Mathematik ausschließlich Aufgaben ein, die von einer Kommission auf Bundesebene entwickelt wurden. Bislang habe es dabei keine Auffälligkeiten gegeben, teilte die Behörde mit. In diesem Jahr aber führten die Bundesaufgaben in bestimmten Zusammensetzungen bei den Klausuren auf grundlegendem Niveau zu einer Überforderung der Schülerinnen und Schüler. Das habe das für die Bundesaufgaben zuständige Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) gegenüber der Hamburger Schulbehörde bestätigt.

Schon zuvor hatten Lehrer bei einer Befragung erklärt, dass der Notendurchschnitt in diesem Jahr bei den Mathe-Klausuren des grundlegenden Niveaus wohl eine Note schlechter ausfällt. In der Regel liegt der Schnitt laut Behörde zwischen 3,1 und 3,4 auf der 6er-Zensurenskala. Das sei nicht schlechter und nicht besser in den anderen Bundesländern.

Mündliche Prüfungen sind möglich

In einem ersten Schritt hatte die Behörde den Betroffenen angeboten, dass sie in die mündliche Prüfung gehen und so ihre Note verbessern könnten. Die Behörde geht davon aus, dass etwa die Hälfte der betroffenen Jugendlichen das Angebot annehmen wird.

Unmittelbar nach den schriftlichen Mathematik-Prüfungen hatten sich zahlreiche Schüler aus fast allen Bundesländern im Internet über die zu schweren Klausuren beschwert. In Hamburg zeigten sich auch Vorzeigeschüler überfordert. «Ich habe die Aufgaben nicht verstanden, sie haben inhaltlich einfach keinen Sinn ergeben», hatte eine 17-Jährige des Emilie-Wüstenfeld-Gymnasiums der Deutschen Presse-Agentur gesagt. Sie habe einen Schnitt von 12/13 Punkten, habe im Vorfeld alle Mathe-Abi-Aufgaben seit 2011 durchgerechnet und sei immer damit klar gekommen. Bei der Prüfung sei sie aber nur mit einem Drittel der Aufgaben zurecht gekommen.

Protest in vielen Bundesländern

Im Mai hatten sich in mehreren Bundesländern Schüler über den Schwierigkeitsgrad der Aufgaben beschwert und mit Online-Petitionen an ihre Kultusministerien gewandt. Neben Niedersachsen und Bremen gehören dazu auch Bayern, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Thüringen, Sachsen-Anhalt und das Saarland.

RND/dpa

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