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Hamburg Höchstmögliches Bußgeld: Reeder muss 50.000 Euro wegen Umweltverstoß zahlen
Nachrichten Hamburg Höchstmögliches Bußgeld: Reeder muss 50.000 Euro wegen Umweltverstoß zahlen
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12:34 20.11.2019
Das Schiff verfüge nur über einen sogenannten Open Loop Scrubber. Mit diesem System wird den Angaben zufolge zur Reinigung der Schiffsabgase von außen Wasser angesaugt und anschließend wieder abgelassen. Im Hamburger Hafen sei dies jedoch verboten. Quelle: Christian Charisius/dpa
Hamburg

“Zum Zeitpunkt der Kontrolle waren bereits 2300 Tonnen in das Hafenwasser eingeleitet worden“, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Der Betreiber des Schiffes, das unter der Flagge der Marshall Islands fährt, habe eine entsprechende Sicherheitsleistung bereits hinterlegt.

Das Schiff verfüge nur über einen sogenannten Open Loop Scrubber. Mit diesem System wird den Angaben zufolge zur Reinigung der Schiffsabgase von außen Wasser angesaugt und anschließend wieder abgelassen. Im Hamburger Hafen sei dies jedoch verboten. Dort und auf der Elbe seien allein geschlossene Systeme erlaubt, bei denen kein Waschwasser herausgepumpt werde.

Der Leitende Offizier habe aber sowohl die Anlage laufen lassen als es auch unterlassen, vom hochschwefligen Kraftstoff auf einen weniger belasteten Kraftstoff umzustellen. «Die Einleitung einer solchen Menge Waschwasser aus der Abgasreinigungsanlage in die Elbe ist ein schweres Umweltvergehen», hieß es. Das Bußgeld sei das höchste, das nach dem Wasserhaushaltsgesetz möglich sei. «Bei Einleitung von Schiffsabwasser ist dieser Betrag bisweilen noch nie so hoch ausgefallen.»

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Von RND/dpa

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