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Hamburg KN-JOURNAL: Rettet uns ein Bio-Boom?
Nachrichten Hamburg KN-JOURNAL: Rettet uns ein Bio-Boom?
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17:38 14.01.2011
Wochenmarkt Blücher, Thomas Böhm, Bioland Hof Großholz Quelle: asp
Kiel

„Du bist, was du isst“, sagt der Volksmund. Wer sind wir also? Gemessen an dem, was wir auf den Verpackungen der Lebensmittel lesen, sind wir ein hochgezüchteter Chemie-Mix, der in vielerlei Hinsicht die Verbindung zum natürlichen Ursprung gekappt hat. Gefühlt zyklisch werden wir von neuen Skandalen heimgesucht, die aufgeregte Debatten über zumutbare Grenzwerte, zu verändernde Strafmaße und notwendige Bewusstseinsschübe nach sich ziehen.

Viele Verbraucher sind verunsichert. „Ich kaufe an Bioständen, weil ich mich ein bisschen besser fühle. Aber wenn ich ehrlich bin, bleibt die Skepsis gegenüber den Produkten. Mehr zahlen, das heißt ja nicht unbedingt bessere Qualität der Lebensmittel?“, fragt Marieke Hansen (35) beim Wochenmarkt am Blücherplatz und bestätigt damit einen Trend: Der Ruf nach Bio wird lauter - auch wenn Zweifel bleiben.

„Das, was in der Landwirtschaft passiert, ist immer eine Reflexion dessen, was die Gesellschaft in Bezug auf ihre Lebensstile in der Mehrheit will. Grundproblem ist die Geiz-ist-geil-Mentalität“, sagt Prof. Dr. Friedhelm Taube vom Kieler Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung, aus der Arbeitsgruppe Grünland und Futterbau/ Ökologischer Landbau.

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