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Hamburg Kitas und Krankenhäuser: Das müssen Sie zu den Warnstreiks in Hamburg wissen
Nachrichten Hamburg

Montag Streik in Hamburg: Kitas und Krankenhäuser betroffen

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07:22 28.09.2020
Am vergangenen Freitag streikten in Hamburg unter anderem die Mitarbeiter der Stadtreinigung. Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa
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Hamburg

Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes hat die Gewerkschaft Verdi für Montag zu ganztätigen Warnstreiks in Hamburger Krankenhäusern und Kitas aufgerufen. Betroffen seien 178 Kindertagesstätten der Elbkinder, Hamburgs größtem Kita-Träger, sagte eine Verdi-Sprecherin. Hinzu kämen die Kitas der Rudolf-Ballin-Stiftung, des Arbeiter-Samariter-Bundes und des Hamburger Schulvereins.

Die drei Organisationen betreiben in Hamburg insgesamt fast 50 Kitas. Die Geschäftsführung der Elbkinder-Kitas wies darauf hin, dass die Betreuung in den einzelnen Kitas unterschiedlich eingeschränkt sein könne.

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Arbeitgeber schließen keine Notdienstvereinbarung

Im Krankenhausbereich sind laut Verdi die Asklepios-Kliniken, die aus dem früheren Landesbetrieb Krankenhäuser entstanden, das Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) und das Universitäre Herzzentrum (UHZ) betroffen. Eine sonst übliche Notdienstvereinbarung hätten die Arbeitgeber nicht schließen wollen, so dass diese allein verantwortlich seien, wenn es in den Krankenhäusern zu Problemen kommen sollte, sagte die Verdi-Sprecherin.

Das UKE versicherte, die medizinische Versorgung der Patienten im UKE und UHZ sei auch während des Warnstreiks sichergestellt. Dies betreffe sowohl die stationär aufgenommenen Patienten als auch die eintreffenden Notfälle.

Mehr als 25.000 Beschäftigte im Warnstreik

Auch an Einrichtungen der Behindertenhilfe und der sozialen Dienste sowie bei der Hafenbehörde Hamburg Port Authority (HPA) soll es Warnstreiks geben. Bereits vergangene Woche hatte es bei der Hamburg Port Authority sowie bei der Müllabfuhr Warnstreiks gegeben.

Sämtliche am Montag von Warnstreiks betroffenen Hamburger Einrichtungen haben laut Verdi mehr als 25 000 Beschäftigte. Die Warnstreiks sollen mit Schichtbeginn um etwa 6.00 Uhr beginnen und bis 22.00 Uhr dauern.

Menschenkette bei Demonstration

Am Vormittag (ab 10.00 Uhr) will Verdi um die Hamburger Binnenalster eine Menschenkette bilden. Anschließend ist ein Demonstrationszug zum Gewerkschaftshaus am Besenbinderhof geplant.

Lesen Sie auch: Verdi streikt am Dienstag „Massive Beeinträchtigungen im Nahverkehr“ angekündigt

In Hamburg sind laut Verdi insgesamt etwa 45 000 Beschäftigte von der Tarifrunde betroffen. Mit den ganztägigen Arbeitsniederlegungen will die Gewerkschaft im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes nach zwei ergebnislosen Runden den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Verdi fordert für die bundesweit 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten von Bund und Kommunen 4,8 Prozent mehr Geld, mindestens aber 150 Euro, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

Von RND/dpa