Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Hamburg Nach Corona-Absage: Zukunft des Hamburger Fischmarkts weiter ungewiss
Nachrichten Hamburg

Nach Corona-Absage: Zukunft des Hamburger Fischmarkts weiter ungewiss

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:43 28.08.2020
Sonst ist es sonntagsmorgens immer voll: Wegen der Corona-Pandemie findet der 300 Jahre alte Hamburger Fischmarkt derzeit nicht statt. Quelle: Axel Heimken/dpa
Anzeige
Hamburg

Fünf Monate nach der ersten Absage in seiner Geschichte bleibt die Zukunft des traditionsreichen Hamburger Fischmarkts weiter ungewiss. Die Bezirksversammlung Altona hat am Donnerstagabend mit einer Mehrheit aus Grünen und CDU einen von SPD und FDP vorgelegten Rettungsplan für den Fischmarkt abgelehnt, teilte ein Sprecher der Bezirksversammlung am Freitag mit.

Seit Mitte März müssen Touristen und Hamburger sonntagmorgens wegen der Corona-Pandemie auf den 300 Jahre alten Hamburger Fischmarkt verzichten. Üblicherweise sind dort etwa 120 Marktstände aufgebaut. Alle Wochenmärkte Hamburgs sind wieder geöffnet, nur der Altonaer Fischmarkt nicht. Die Behörden rechnen im Falle einer Wiedereröffnung mit Menschenmassen, für die man Abstandsregeln gewähren müsse.

Anzeige

Scharfe Kritik von der FDP

„Es ist nicht zu fassen: Grüne und CDU in der Bezirksversammlung Altona haben erneut einen Plan zur Rettung einer der berühmtesten Hamburger Sehenswürdigkeiten abgeblockt“, sagte Wolf Achim Wiegand, stellvertretender FDP-Fraktionsvorsitzender, dem „Hamburger Abendblatt“. „Die Koalition der Bedenkenträger verhält sich fantasielos und bürokratisch.“

Das sozialliberale Konzept hätte dagegen ein „Königsweg“ zum Überleben der „berühmten Hamburgensie“ sein können. Dieses hatte unter anderem spätere Öffnungszeiten sowie Hygieneregeln vorgesehen, die sich nicht an den Besucherzahlen aus der Vor-Corona-Zeit orientieren sollten, sondern an den Vorgaben großer Hamburger Wochenmärkte wie etwa dem Isemarkt. Vor der Versammlung hatten zahlreiche Händler für eine Öffnung des Marktes demonstriert.

Von RND/dpa