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Hamburg Ostermärsche gegen Waffenexporte
Nachrichten Hamburg Ostermärsche gegen Waffenexporte
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08:26 20.04.2014
Von KN-online (Kieler Nachrichten)
Rund 250 Ostermarschierer haben in Kiel für den Frieden demonstriert. Quelle: FB
Kiel/Flensburg/Wedel

Hundert Jahre nach Beginn des Ersten und 75 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkrieges stand der Konflikt in der Ukraine im Mittelpunkt der Proteste. „Wir verfolgen mit Besorgnis die Entwicklung in der Ukraine und auf der Krim“, erklärte der Zusammenarbeitsausschuss der Friedensbewegung Schleswig-Holstein (zaa-frieden). Die Antwort auf die Krise müsse in der Diplomatie liegen. „Krieg kann keine Probleme lösen und darf kein Mittel der Politik sein.“

Zahlreiche Ostermarschierer demonstrierten im Norden für den Frieden.

Gleichzeitig verwahrten sich die Demonstranten gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr und gegen Waffenexporte. „Wir sind entsetzt über die Ankündigung des Thyssen-Krupp-Konzerns (…) sich verstärkt der Produktion von Rüstungsgütern zu widmen.“ Mit dem Export Kieler U-Boote würden Spannungen in der Welt verschärft.

In Flensburg stand der Ostermarsch unter dem Motto „Aufstehen für den Frieden, Kriege stoppen! Für ein ziviles und soziales Europa!“. In Wedel sollten zudem Flüchtlinge der „Lampedusa-Initiative“ über Nato-Kriege und ihre Flucht berichten. Beobachtern zufolge waren sie jedoch nicht erschienen.

Der Kieler Ostermarsch verlief nach Angaben der Polizei ohne besondere Vorkommnisse und Verkehrsbehinderungen. Es beteiligten sich das Kieler Friedensforum, die DKP, der DGB, das Bündnis Ärzte gegen Atomkrieg sowie verschiedene Friedensbündnisse.

Bundesweit gingen zu den Ostermärschen mehrere tausend Teilnehmer auf die Straße. (dpa/FB)