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Hamburg Verteidigung fordert Freispruch
Nachrichten Hamburg Verteidigung fordert Freispruch
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16:40 29.11.2019
Ein Richter sitzt in einem Sitzungssaal des Landgerichts an der Richterbank hinter Büchern mit der Aufschrift "StGB" und "Strafrecht". Quelle: Uwe Anspach/dpa
Hamburg

Es gebe keine hinreichenden Beweise und Indizien für den Mordvorwurf gegen den 75 Jahre alten Angeklagten, sagte Rechtsanwalt Arne Timmermann am Freitag. Es sei nicht ausgeschlossen, dass die Seniorin eines natürlichen Todes gestorben sei. Die Todesursache und der Zeitpunkt seien unklar. "Es gibt keine objektiven Feststellungen, die einen nicht natürlichen Tod belegen würden", bekräftigte Verteidiger Johannes Santen. Die von der Staatsanwaltschaft vorgebrachte Gesamtschau der Beweise und Indizien reiche für eine Verurteilung nicht aus. Auch in Bezug auf die Betrugsvorwürfe forderten die Verteidiger Freispruch.

Staatsanwältin Maria Hutka hatte am Donnerstag beantragt, den Angeklagten wegen heimtückischen Mordes aus Habgier zu einer lebenslangen Strafe zu verurteilen. Der 75-Jährige habe die demente, erblindete und im Rollstuhl sitzende Frau am 7. September 2017 in ihrer Wohnung mit einem weichen Gegenstand wie einem Kissen erstickt. Das hätten die rechtsmedizinischen Untersuchungen ergeben.

Urteil folgt am Montag

Die Frau, deren Vertrauen sich der 75-Jährige seit 2011 erschlichen habe, sei arg- und wehrlos gewesen. Der Angeklagte habe nach dem Plündern ihrer Konten weiteres Geld gebraucht. Als eingesetzter Alleinerbe habe er nach der Tat die Wohnung der Seniorin für über 200 000 Euro verkauft.

Das Gericht will sein Urteil am Montag verkünden.

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Von dpa/RND

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