Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Hamburg Razzia bei Polizistengewerkschafts-Chef
Nachrichten Hamburg Razzia bei Polizistengewerkschafts-Chef
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:45 26.03.2018
André Schulz, Vorsitzender vom Bund Deutscher Kriminalbeamter, wird vorgeworfen, keine 20 Stunden gearbeitet und dennoch 50 Prozent Gehalt erhalten zu haben. Quelle: Karlheinz Schindler/dpa
Anzeige
Hamburg/Berlin

Ermittler hätten das Privathaus des BDK-Chefs in Hamburg sowie die Geschäftsstelle des Verbandes in Berlin durchsucht, meldeten "Die Welt" und "Spiegel online" unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Die Behörde war für eine Bestätigung am Abend zunächst nicht erreichbar.

Es geht um das Beschäftigungsverhältnis des Kriminalhauptkommissars bei der Polizei Hamburg. Schulz hatte vereinbart, dass er ab 2014 dort nur noch zu 50 Prozent arbeiten sollte. Damals war er gerade BDK-Chef geworden. Entsprechend wurde die Vergütung halbiert. Schulz wird jedoch vorgeworfen, keine 20 Stunden gearbeitet und dennoch 50 Prozent Gehalt erhalten zu haben.

Schulz bestreitet die Betrugsvorwürfe. Er habe seine dienstlichen Aufgaben im vereinbarten Rahmen für die Polizei Hamburg wahrgenommen, hatte er im November 2017 mitgeteilt. Er habe zu keinem Zeitpunkt irgendwen über seine Beschäftigung getäuscht. Der Anwalt von Schulz sagte dem "Spiegel", er betrachte die strafrechtlichen Vorwürfe als "nicht nachvollziehbar".

Viele ungeklärte Fragen

BDK-Vize Sebastian Fiedler verteidigte Schulz in der "Welt": "Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft, die uns heute bekannt gegeben wurden, erschließen sich mir nicht." Ein Betrug könne, so wie von der Staatsanwaltschaft dargestellt, "nicht einmal theoretisch begangen werden". Vor diesem Hintergrund werfe das Vorgehen der Staatsanwälte "viele Fragen" auf.

Von dpa

Hamburg "Soko Hamburg" im Norden - Auf Verbrecherjagd entlang der Elbe
23.03.2018
Hamburg Trip durchs „Udoversum“ - Udo Lindenberg eröffnet „Panik City“
19.03.2018