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Hamburg So funktioniert das Wolfsmanagement
Nachrichten Hamburg So funktioniert das Wolfsmanagement
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07:00 10.03.2015
Von Carola Jeschke
Jährlich gehen zwischen 100 und 250 Hinweise zu Wölfen in Schleswig-Holstein im Wolfsinfozentrum Eekholt ein. Quelle: Carsten Rehder/dpa
Kiel

Als offizieller Stützpunkt organisiert es auch Ausbildung und Einsatz der 39 ehrenamtlichen Wolfsbetreuer. Wer glaubt, einen Wolf zu sehen, kann sich unter 0174/6330335 direkt an die Hotline wenden. „Wichtig ist, sich das Aussehen einzuprägen und, wenn möglich, ein Foto zu schicken“, sagt Wolf-Gunthram von Schenck vom Wolfsinfozentrum. Im Internet gibt es unter www.wolfsbetreuer.de ein Formular, auf dem man alle Details eintragen kann. „Auch wenn man nicht sicher ist, ob es sich wirklich um einen Wolf handelt, sollte man uns informieren“, appelliert von Schenck.

Jährlich gehen zwischen 100 und 250 Hinweise im Wolfsinfozentrum ein. Als Beweis brauchen die Experten ein Foto oder genetisches Material. Steht fest, dass es sich tatsächlich um einen Wolf handelt, greifen verschiedene Maßnahmen: „Wir gucken, wo sein Revier ist, untersuchen die Spuren und informieren die Jägerschaft.“ Außerdem beraten Wolfsbetreuer die Schafzüchter der betroffenen Region und verteilen kostenlose Herdenschutzpakete mit einer wolfssicheren Einzäunung.