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Hamburg Zoll präsentiert sich in Hamburg
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17:58 02.09.2017
Am Tag des Zolls wirbt der Zoll mit verschiedenen Vorführungen um neue Bewerber. Quelle: Christophe Gateau/dpa
Hamburg

Hündin Bella kann es nicht abwarten. Unruhig tänzelt sie auf der Stelle umher. Es sieht aus, als wisse sie schon längst, in welcher der vier Blumenvasen das Rauschgift liegt. Ihr Hundeführer lässt die Leine locker und Bella rennt auf eine der Vasen zu, steckt ihre Nase hinein und bleibt still stehen.

Bellas Kokain-Fund gehört zu den Vorführungen am Tag des Zolls. 300 Beamte haben am Samstag ihre Arbeit auf dem Gelände des Cruise Terminals in Hamburg und im Zollmuseum in der Speicherstadt präsentiert. Die etwa 3000 Besucher erfuhren, wie gefälschte Produkte erkannt werden und was der Zoll gegen Schwarzarbeit unternimmt.

Zum zweiten Mal organisierten die Beamten den Tag des Zolls. «Wir freuen uns immer, wenn wir zeigen können, was wir alles machen», sagt Hans Josef Haas, Vizepräsident der Generalzolldirektion, während er vor einem riesigen Schiff steht, einem Doppelrumpfboot. Der Hamburger Zoll hat zwei dieser Schiffe. Sie würden eingesetzt, um Schmuggler auf offener See zu verfolgen, sagt Haas. Bis zu sieben Tage könnten die beiden Katamarane auf offener See bleiben.

2016 rund 120 Kilogramm Kokain sichergestellt

Täglich werden in Hamburg rund zehn Schiffe intensiv kontrolliert, so Haas. Ein sogenanntes Ampelsystem schätze ein, wie hoch die Wahrscheinlichkeit sei, dass das Schiff verbotene Ware wie Rauschmittel, gepanschte Arzneimittel oder gefälschte Produkte lade. Nur Schiffe, die unter die «rote» Kategorie fielen, würden sofort untersucht. Die Zahl der Zoll-Funde sei in den vergangenen Jahren gestiegen. «Zum Einen, weil die Schmuggeldelikte zugenommen, aber auch weil wir bessere Möglichkeiten zur Kontrolle haben», berichtet Haas. Die Hamburger Zöllner stellten gemeinsam mit ihren Kollegen vom Hamburger Flughafen und von der Zollfahndung allein 2016 rund 120 Kilogramm Kokain sicher, wie aus der jüngsten Jahresbilanz hervorgeht.

«Der Zoll setzt immer stärker auf modernste Technik», sagt Klaus Salzsieder von der Generalzolldirektion. Mit einer speziellen Röntgenanlage können die Beamten große Lastwagen durchleuchten, ohne sie erst komplett zu entladen. Ein beweglicher Arm fährt über die Fahrzeuge. «Die Zöllner sehen dann eine Art Wärmebild, das ihnen genau zeigt, ob Verbotenes im Lastwagen ist», erklärt Salzsieder.

Auf der Bühne werden derweil von Prominenten signierte Gegenstände versteigert. Der Erlös soll an eine Kinderkrebsstation gehen. Eine junge Frau bietet auf die Basketballschuhe und ein Trikot des deutschen Basketball-Stars Dirk Nowitzki. Bei 200 Euro stoppt sie, zu teuer sei ihre bevorstehende Hochzeit. Nach und nach springen ihr immer mehr Zollbeamte und Menschen aus dem Publikum bei und steuern Geld hinzu. Bei 520 Euro fällt der Hammer und die junge Frau reißt aus Freude über ihr besonderes Hochzeitsgeschenk die Arme in die Höhe.

Hier finden Sie Fotos vom 2. Tag des Zolls in Hamburg.

Von dpa

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