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Hamburg Tierschützer protestieren mit toten Kaninchen gegen Tierversuche
Nachrichten Hamburg Tierschützer protestieren mit toten Kaninchen gegen Tierversuche
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14:51 17.02.2020
Mitglieder der "SoKo Tierschutz" stehen in der Innenstadt, halten tote Kaninchen, tragen Masken, die Tiere aus Versuchslaboren zeigen und protestieren gegen Tierversuche und für die Schließung des Versuchslabors LPT. Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa
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Hamburg

Die Mehrzahl der rund 100 Demonstranten in Hamburg hatte sich als Versuchstier mit Tiermaske verkleidet. Andere, dunkel gekleidete Teilnehmer, trugen Masken von Kanzlerin Angela Merkel, Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (beide CDU), Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Grüne).

Ursprünglich hatte die Gruppe um „Soko Tierschutz“-Vorstand Friedrich Mülln mit der Aktion die Schließung des Tierversuchslabors LPT fordern wollen. Doch am Freitag hatte die Gesundheitsbehörde der Firma bereits mit sofortiger Wirkung die Erlaubnis entzogen, Tiere zu halten. Mülln erklärte nun, der Protest richte sich allgemein gegen Tierversuche. Er verwies auf eine angeblich starke Zunahme der Experimente in Hamburg.

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Mehr als 260.000 Tiere für Versuche eingesetzt

Ende Januar war bekannt geworden, dass nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums die Zahl der Tierversuche in Hamburg im Jahr 2018 so stark wie in keinem anderen Bundesland gestiegen sei. Es seien 263.256 Tiere eingesetzt worden. Der Hamburger Senat hatte danach auf eine Kleine Anfrage der grünen Bürgerschaftsabgeordneten Christiane Blömeke erklärt, das Universitätsklinikum Eppendorf haben Zahlen falsch zugeordnet.

86 751 Mäuse und andere Nager hätten ausschließlich dem Erhalt von Kolonien genetisch veränderter Tiere gedient. Diese fehlerhafte Zuordnung mache rund 90 Prozent des Anstiegs aus.

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Von RND/dpa