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Hamburg Mobile Reiseführer für den Norden
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11:10 01.05.2014
Von Deutsche Presse-Agentur dpa
Touristische Apps sind für viele Urlauber ein kostenloser Führer am Reiseziel. Quelle: riba
Kiel

Klein, handlich und auf dem neuesten Stand: Touristische Apps sind für viele Urlauber ein kostenloser Führer am Reiseziel. Immer mehr Städte und Regionen bieten eigene Anwendungen für Smartphone, Tablet und Co. an. Die Programme informieren unter anderem über Öffnungszeiten von Touristikinformationen und Sehenswürdigkeiten, die schönsten Radtouren, Hundestrände und Veranstaltungen. Auch Museen wie in Lübeck und Kiel bieten eigene Apps an. Die Hamburger App soll im Juli mit neuen Eigenschaften aufgeladen werden können.

KIEL: Die Kiel App richtet sich nach Angaben von Kiel Marketing in erster Linie an Kreuzfahrttouristen, die Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt auf eigene Faust erkunden wollen. Sie bietet eine GPS-gesteuerte Audiostadtführung in acht Sprachen — neben Deutsch und Englisch auch Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Italienisch, Französisch und Spanisch. Außerdem gibt es Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Ausflugstipps und eine Hotelbuchungsplattform. Die acht Kieler Museen bieten mit einer eigenen Museums-App Bürgern und Besuchern der Stadt Informationen zu aktuellen und geplanten Ausstellungen, Eintrittspreisen und Öffnungszeiten. Bei einem Kinderquiz locken Jahreskarten oder Privatführungen als Gewinne.

FLENSBURG: Hier ist eine City App in Planung. Für Touristen, aber auch Einheimische sollen Informationen zu Shopping, Parkmöglichkeiten und gastronomischen Angeboten bereitgehalten werden, sagt IHK-Sprecherin Petra Vogt. Unter Beteiligung von Stadt, Eigentümern in der Innenstadt und Flensburg Fjord Tourismus wird die App als Bestandteil der sogenannten PACT-II-Maßnahmen entwickelt. Sie soll zweisprachig sein und Interessierte in Deutsch und Dänisch informieren.

Speziell für Touristen bietet zudem Flensburg Fjord Tourismus eine Stadtplan-App. Zu vielen Sehenswürdigkeiten werden informative Texte und Bilder angeboten, etwa zum Museumsberg, dem Nordertor, der Kirche St. Marien und dem Schifffahrtsmuseum. Die kostenlose App ist für Android und iOS erhältlich.

LÜBECK: Einen elektronischen Museumsführer für die Hosentasche bieten die Lübecker Museen mit ihrer Museums App an. Sie bietet neben einer Übersicht über die einzelnen Häuser und ihre Sammlungsschwerpunkte Informationen zu aktuellen Ausstellungen, zeigt Adressen, Öffnungszeiten und Preise an und weist Ortsunkundigen mit Hilfe eines Stadtplans den Weg zu den Museen. Wer sich schon immer gefragt hat, was es mit den Löwen vor dem Holstentor, den Figuren auf der Puppenbrücke oder den Figuren auf dem Dach der Musik- und Kongresshalle auf sich hat, findet Antworten auf der Internetseite zur „Kunst im öffentlichen Raum“. Auf der mobilen Version gibt es drei verschiedene Audioführungen zum Herunterladen.

Eine mobile Website, die sich automatisch dem kleineren Bildschirmformat von Smartphones anpasst, gibt es auch zum Internationalen Hansetag, der vom 22. bis zum 25. Mai in Lübeck stattfindet. Sie hält Besucher unter anderem über Straßensperrungen, Parkplätze und Shuttledienste auf dem Laufenden.

Ganz neu ist die Lübeck App des Lübeck und Travemünde Marketings (LTM). „Das ist eine Weiterentwicklung unserer Stadtführungen per Audioguide, die wir seit mehreren Jahren anbieten und die sehr gut angenommen wird“, sagt LTM-Sprecherin Doris Schütz. „Die neue zweisprachige Version, die wie ein Hörspiel aufgebaut ist, können sich Besucher auf ihr Smartphone herunterladen“, sagt Schütz.

OSTSEEKÜSTE: Die schönsten Strände zwischen Flensburger Förde und Lübecker Bucht, Radrouten, Restaurant und Veranstaltungen beschreibt die Ostsee App des Ostsee-Holstein-Tourismus. Zudem finden die Nutzer hier die Kontaktdaten der örtlichen Touristinformationen der Region. Die Kategorie „Familienurlaub“ liefert Informationen zu Kinderclubs und Kinderbetreuungsangeboten der Region.

NORDSEEKÜSTE: Der Nordseetourismus versorgt Urlauber mit einer mobilen Website mit Informationen für ihre Reiseplanung. „Mit der mobilen Website folgen wir den Wünschen unserer Gäste, die kurzfristig und mobil Informationen aus und über die Region suchen“, heißt es auf der Internetseite des Tourismusverbandes. Darüber hinaus bieten auch Sylt und Nordstrand eigene kostenlose Apps an.

HAMBURG: Für Hamburg soll Mitte Juli ein App-Upload in Deutsch und Englisch herauskommen. Wer dann einen Hamburg-Trip plane, könne sich im Internetauftritt von Hamburg Tourismus seinen Reiseführer auch individuell zusammenstellen und diesen Inhalt in die App übernehmen, berichtet ein Sprecher. Zu den Hamburger Sehenswürdigkeiten soll es viele Zusatzangebote geben wie Gastro-Tipps mit Distanz-Angabe zum Lokal. Audio-Guides und erstmals auch ein Schiffsfinder, um die „Pötte“ auf der Elbe zu erkennen, werden ebenfalls installiert, sind aber mit einer Gebühr belegt. „Wenn wir künftig unsere Website pflegen, wird automatisch auch die App auf den neuesten Stand gebracht“, sagt Tourismus-Sprecher Sascha Albertsen. Die 2009 aufgesetzte App sei jährlich 50 000 mal abgerufen worden.

Auch Hamburgs Mega-Feste kommen nicht mehr ohne „mobil“ aus: Die diesjährige Version der Hafengeburtstag-Hamburg-App könne sogar im Offline-Modus mit den zuletzt gespeicherten Daten genutzt werden, teilen die Veranstalter mit. Denn die Bandbreite des Netzes könne angesichts der Zugriffe bei dem Fest vom 9. bis 11. Mai mit seinen zigtausend Besuchern zuweilen ausgelastet sein. Im Vorjahr wurden insgesamt 15 660 App-Abrufe gezählt. Bei den „Cruise Days“ vom 1. bis 3. August, dem Treffen mehrerer Kreuzfahrtschiffe im Hafen, soll die kostenlose App die vormaligen 3850 Downloads übertreffen.