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Hamburg Vier Jahren Gefängnis für 36-Jährigen
Nachrichten Hamburg Vier Jahren Gefängnis für 36-Jährigen
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11:48 09.07.2019
Vier Jahre Haft für einen 36-Jährigen: Der Angeklagte soll während des G20-Gipfels in Hamburg sechs leere Flaschen auf Polizeibeamte geworfen haben, um diese zu verletzen. Quelle: Olaf Malzahn/ dpa (Symbolbild)
Hamburg

Ein 36-jähriger Angeklagter wurde am Montag zu vier Jahren Gefängnis verurteilt, wie ein Sprecher des Hamburger Amtsgerichts am Dienstag bestätigte. Zuvor hatte das „Hamburger Abendblatt“ berichtet. Es ist die bisher höchste Freiheitsstrafe im Zusammenhang mit den G20-Krawallen. Der Angeklagte, der bereits zahlreich vorbestraft ist, soll am 7. Juli 2017 im Bereich der Roten Flora sechs leere Flaschen auf Polizeibeamte geworfen haben, um diese zu verletzen. Außerdem habe er andere aufgefordert, mitzumachen. Deshalb sei er für die „Gewaltexzesse mit verantwortlich“ und müsse dafür zur Rechenschaft gezogen werden.

Lesen Sie auch: G20-Strafprozess: Richter zweifeln an Polizeiarbeit 

Urteil auch wegen Körperverletzung unabhängig vom G20-Gipfel

Bei dem Urteil nahm allerdings vor allem eine weitere Körperverletzung, die der Angeklagte unabhängig von G 20 im März 2017 begangen hatte, einen hohen Anteil an der Gesamtstrafe ein. Dabei hatte der 36-Jährige einen behinderten Mann mit Schlägen und Tritten schwer verletzt. Mit 50 Prozesstagen und fast 15 Monaten Verhandlungsdauer war es nach Angaben des Gerichtssprechers der bisher längste G20-Prozess. Bis Ende Mai hat die Staatsanwaltschaft mehr als 900 Verfahren gegen 1228 Beschuldigte eingeleitet. Dabei wurden 310 Anklagen erhoben und mehr als 180 Urteile gesprochen.

Unsere Themenseite zum G20-Gipfel in Hamburg finden Sie hier.

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Von KN/dpa

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