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Hamburg Verfassungsschutz warnt vor islamistischer Demo in Hamburg
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08:55 16.08.2019
Am Sonnabend werden nach Angaben des Veranstalters rund 100 Demonstranten in Hamburg erwartet. Nach Einschätzung des Verfassungsschutzes könnten es aber deutlich mehr Teilnehmer werden. Quelle: Daniel Reinhardt/dpa/Archivbild
Hamburg

Der Hamburger Verfassungsschutz warnt vor einer Demonstration von Anhängern der islamistischen Furkan-Gemeinschaft am Sonnabend in der Innenstadt. „Die Versammlung ist keine harmlose Demo für einen in der Türkei verhafteten Menschen, sondern es stecken Islamisten dahinter“, sagte der Sprecher des Landesamtes für Verfassungsschutz, Marco Haase. „Wer dort mitmarschiert, macht mit Extremisten gemeinsame Sache.“

Die geplante Demonstration steht unter dem Motto „Freiheit für Alparslan Kuytul“. Da die Furkan-Gemeinschaft nicht offen unter ihrem Label auftrete, informiere der Verfassungsschutz deutlich über die wahren Hintergründe, sagte Haase.

100 Demonstranten erwartet – wie viele werden es?

Die Gemeinschaft wird seit 2016 vom Hamburger Verfassungsschutz beobachtet. Am Sonnabend werden nach Angaben des Veranstalters rund 100 Demonstranten erwartet. Nach Einschätzung des Verfassungsschutzes könnten es deutlich mehr Teilnehmer werden.

Bereits am 20. Oktober vergangenen Jahres hatten 200 Anhänger die Freilassung ihres in der Türkei inhaftierten geistigen Oberhaupts gefordert. Nach Angaben der Polizei verlief der Protestzug damals friedlich.

Organisation strebt offenbar weltweites Kalifat an

Nach Angaben des Verfassungsschutzes strebt die extremistische Organisation die Errichtung einer Art weltweites Kalifat an. Sie halte demokratische Werte für unvereinbar mit ihrer Ideologie. Schwerpunkte der Organisation liegen nach Angaben der Behörde in Hamburg und Dortmund.

Nach Zahlen von Ende 2018 hat die Gemeinschaft in der Hansestadt rund 150 Anhänger. Nachdem es sich in der Vergangenheit überwiegend um Anhänger mit türkischem Migrationshintergrund gehandelt habe, öffne sich die Organisation mittlerweile auch für Personen anderer Herkunft und anderer islamistischer Gruppierungen, hieß es.

Von RND/dpa

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