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Hamburg Verkehrsunfälle: Erstmals wieder mehr Kinder betroffen
Nachrichten Hamburg Verkehrsunfälle: Erstmals wieder mehr Kinder betroffen
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18:11 27.02.2012
Kiel

"Das hat viel mit der Wetterlage zu tun, aber die ist nicht alleine schuld", sagte Schlie am Montag in Kiel. Erstmals seit vielen Jahren stieg dem Landespolizei-Bericht zufolge die Zahl der Verkehrsunfälle, an denen Kinder beteiligt waren - um 8,9 Prozent auf 1 266. Fünf Kinder kamen ums Leben, vier davon waren auf dem Fahrrad unterwegs. "Wir werden daher auch in Zukunft mit aller Kraft der gestiegenen Zahl von Unfällen mit Kindern entgegenwirken", betonte Schlie.

Jeder zwölfte verunglückte Verkehrsteilnehmer war den Angaben zufolge jünger als 15 Jahre. Auch angesichts dieser Zahlen bleibe Präventionsarbeit ein Kernelement polizeilicher Arbeit, betonte der Minister. Präventionsarbeit an Grundschulen mit Themen wie "Sicherer Schulweg" und "Radfahrausbildung für Kinder" sollten weiterhin stattfinden. Insgesamt ging die Zahl der Verkehrsunfälle den Angaben zufolge im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2010 zwar um zwei Prozent zurück, auf 70 541. 2011 starben aber 120 Menschen auf den Straßen im Norden, zwölf mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Verletzten stieg um sieben Prozent auf 15 222.

Einen ähnlichen Trend bei den Zahlen gab es auch bundesweit. Dies wurde vor allem auf die Wetterlage zurückgeführt. 2010 hätten bis in den März hinein winterliche Verhältnisse geherrscht, sagte Schlie. "Bei Schnee und Eis geschehen zwar häufiger Unfälle, die Folgen sind aber weniger drastisch", meinte der Minister. 2011 sei der Winter eher normal gewesen. Die Wetterlage sei aber nicht die alleinige Ursache für die Zahlen. "Ich habe manchmal den Eindruck, es gibt so einen Trend, sich nicht mehr an Regeln zu halten. Das geht nicht", sagte Schlie. Aufklärung müsse bereits bei Kindern einsetzen. Aber auch das Bewusstsein der Autofahrer müsse geschärft werden.

Der Statstik zufolge war fast die Hälfte der Verkehrstoten und Schwerverletzten zu Fuß, mit dem Fahrrad oder Motorrad unterwegs gewesen. Autofahrer hätten diesen Gruppen gegenüber eine besondere Verantwortung und sollten langsam fahren, mahnte der Landespolizeidirektor Burkhard Hamm. "Die Geschwindigkeit entscheidet über Leben und Tod." Bei 50 Kilometern pro Stunde überlebten acht von zehn Fußgängern einen Verkehrsunfall, bei 65 Kilometer pro Stunde würden acht von zehn Fußgängern sterben, betonte Hamm. Die Zahl der Unfälle mit Radfahrern stieg den Angaben zufolge 2011 um 10,5 Prozent, mit Motorradfahrern um 12,3 Prozent.

Zu den drei häufigsten Unfallursachen insgesamt gehörten im Jahr 2011 dem Bericht nach Missachtung der Vorfahrt, Fehler beim Abbiegen, Wenden und Rückfahrtsfahren. Dahinter folgten ungenügender Sicherheitsabstand, Alkohol und Drogen sowie Fehler beim Überholen. Schlie meinte, rein statistisch gesehen, setze sich mit den Zahlen aus dem Vorjahr ein positiver Trend bei der Verkehrssicherheit fort. "Jeder Tote, jeder Verletzte ist natürlich einer zuviel", betonte der Minister. Aber 2011 sei das Jahr mit der zweitniedrigsten Zahl von Verkehrstoten seit Einführung der Statistik vor mehr als 60 Jahren gewesen.

dpa

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