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Hamburg 2000 Ärzte demonstrieren in Hamburg
Nachrichten Hamburg 2000 Ärzte demonstrieren in Hamburg
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16:52 24.04.2019
Auf den Plakaten kritisierten die Mediziner vor allem die harten Arbeitsbedingungen. Quelle: Daniel Reinhardt/dpa
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Hamburg

Mit Trillerpfeifen und Transparenten hatten die Ärzte und Ärztinnen bei der Kundgebung, die im Stadtteil St. Georg begann und auf dem Gänsemarkt endete, auf ihre Forderungen aufmerksam gemacht. Auf Plakaten wurden vor allem harte Arbeitsbedingungen und Bezahlung kritisiert: "Müde Ärzte machen Vehler", "Keine Zeit zum Reden" oder "Wir kosten Geld - und retten Leben".

Etwa 2000 Ärzte nahmen teil

Der Aufruf der Ärztegewerkschaft zu dem ganztägigen Warnstreik richtete sich an die Mediziner der sieben Asklepios-Kliniken sowie des Universitätsklinikums Eppendorf (UKE) und des Universitären Herzzentrums. Polizei und Ärztegewerkschaft Marburger Bund sprachen von etwa 2000 Teilnehmern.

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Wegen des Warnstreiks waren für Mittwoch keine Eingriffe und Operationen geplant worden. "Wir haben mit allen betroffenen Kliniken eine Notdienstvereinbarung abgeschlossen. In den Krankenhäusern wird eine Besetzung wie am Wochenende vorgehalten", sagte Katharina von der Heyde, Geschäftsführerin des Marburger Bundes Hamburg. Zudem hätten zentrale Notaufnahmen selbstverständlich geöffnet. "Die Versorgung medizinischer Notfälle ist damit gesichert."

Vereinzelt seien Operationen abgesagt worden

Das UKE sprach am Nachmittag von einem ruhigen Betrieb am Mittwoch. Alle nicht dringenden Fälle seien gemäß der Notdienstvereinbarung verschoben worden. Ein Asklepios-Sprecher sagte, es seien vereinzelt Operationen abgesagt worden. Es sei aber zu keinen größeren Beeinträchtigungen gekommen, es habe auch keine breitere Arbeitsniederlegung gegeben.

Seit der zentralen Auftaktveranstaltung am 10. April in Frankfurt am Main werden vom Marburger Bund deutschlandweit weitere dezentrale Warnstreiks organisiert. Die Ärztegewerkschaft fordert bundesweit fünf Prozent mehr Lohn sowie einen weiterhin eigenständigen Tarifvertrag für Ärzte. Damit will die Gewerkschaft verhindern, dass ihr arztspezifischer Tarifvertrag aufgrund des Tarifeinheitsgesetzes durch einen Mehrheitstarifvertrag verdrängt wird. Zahlreiche Klinikverbände hätten bereits entsprechende Regelungen mit dem Marburger Bund vereinbart.

Die Arbeitsbedingungen sind vielen wichtiger als das Gehalt

Die Gewerkschaft fordert deshalb auch von der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA), die Folgen dieses Gesetzes über einen gemeinsamen Vertrag auszuschließen. Bei der Forderung gehe es nicht ausschließlich ums Gehalt. "Vielen Ärzten sind die Arbeitsbedingungen viel wichtiger. Es wird alles immer knapper, die Besetzung ist immer dünner, die Arbeitsdichte ist immer höher, es werden Überstunden noch und nöcher geleistet", so von der Heyde.

Nächstes Treffen der Tarifparteien ist für den 2. Mai geplant

Die Arbeitgerseite hatte zuletzt eine Erhöhung von 2,8 Prozent von Juli 2019 an sowie um 2,5 Prozent von Juli 2020 an angeboten. Zudem zeigte sie sich mit Blick auf die Sicherung des Ärzte-eigenen Tarifvertrages kompromissbereit. Das nächste Treffen beider Seiten ist für den 2. Mai geplant.

Von dpa

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