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Hamburg Streik am Hamburger Flughafen: Mehr Maschinen betroffen als gedacht
Nachrichten Hamburg Streik am Hamburger Flughafen: Mehr Maschinen betroffen als gedacht
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16:50 19.10.2019
16.10.2019, Hamburg: Reisende warten am Flughafen Hamburg an den Ticket- und Informationsschaltern. Wegen der Entschärfung einer Weltkriegs-Bombe war der Flughafen gesperrt worden. Quelle: Bodo Marks/dpa/Archivbild
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Hamburg

Die Kabinengewerkschaft Ufo droht, die für Sonntagmorgen geplanten Warnstreiks bei vier Lufthansa-Töchtern auch wieder auf die Muttergesellschaft auszuweiten. Grund sei, dass die Lufthansa neue Ufo-Forderungen nach Verhandlungen über mehr Gehalt am Freitagabend innerhalb nur einer Stunde abgelehnt habe, teilte Ufo am Samstag mit.

Sollte es zu dem Streik kommen, hätte das auch Auswirkungen auf den Hamburger Flughafen. Während der Streikzeit von 5.00 Uhr 11.00 Uhr würden laut Flugplan 5 Lufthansa-Maschinen landen und 4 starten, sagte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Hinzu kommen 19 startende Maschinen der Tochter-Gesellschaften Eurowings und SunExpress und 8 Ankünfte.

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Wie stark kann Ufo seine Mitglieder mobilisieren?

Wie viele Flüge tatsächlich ausfallen werden, ist jedoch nicht absehbar. Das hängt davon ab, wie stark die Gewerkschaft Ufo ihre Mitglieder mobilisieren kann und wie gut es den Fluggesellschaften gelingt, Ersatz für streikendes Personal zu organisieren. Passagiere, die von dem Streik betroffen sein könnten, sollten sich vor der Anreise zum Airport informieren, ob ihr Flug auch wirklich startet.

Ufo hatte am Freitag kurzfristig ihren für Sonntag angekündigten Warnstreik bei der Lufthansa-Kerngesellschaft abgesagt, nachdem die Lufthansa freiwillige Gehaltserhöhungen von 2,0 Prozent für diese Berufsgruppe angekündigt hatte. Bei den Töchtern soll aber weiterhin gestreikt werden. Unmittelbar danach schob Ufo weitere Tarifforderungen nach, die Lufthansa mit dem Brief umgehend ablehnte.

Mehr als 300 Abflüge und Zehntausende Passagiere deutschlandweit betroffen

Hintergrund der Auseinandersetzung und des Arbeitskampfes ist, dass der Lufthansa-Konzern den Ufo-Vorstand nach erheblichen Führungsquerelen nicht mehr als vertretungsberechtigt anerkennt.

Am Sonntag zwischen 5.00 und 11.00 Uhr sollen bundesweit sämtliche Starts der Lufthansa-Töchter Eurowings, Germanwings, Lufthansa Cityline und SunExpress bestreikt werden. Von dieser Drohung sind mehr als 300 Abflüge und Zehntausende Passagiere im Streikzeitraum betroffen.

Von RND/dpa