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Kultur 1500 Bläser kamen zum Posaunentag
Nachrichten Kultur 1500 Bläser kamen zum Posaunentag
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12:01 27.05.2018
Von Beate König
Blech bis ans Ende der Fankurve: Klänge aus 1500 Schalltrichtern mischten sich beim Posaunentag in der Sparkassen-Arena zu sanft klingenden Tonriesen. Quelle: Beate König
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Kiel

Für das Publikum war nur noch auf einer Hälfte des Tribünenrunds Platz. Auf der anderen Hälfte verkündete im Licht blinkendes Metall: Dort saß ein Teil des zum Großklangkörper vereinten Blechbläser.

In acht Gruppen hatten die Konzertplaner  die Musiker sortiert: In den Tribünensitzen waren die Gospelsänger, die Kantorei, der Jugendchor, die Posaunisten, Trompeten- und Hornspieler – untergebracht. Die Tuba-Spieler fanden mit ihren umfänglicheren Instrumenten Platz in der Arena. Dort waren auch einzelne Bereiche für die Jungbläser geschaffen worden, für das sinfonische Orchester und die Blockflötengruppe, für den Kinderchor und die für die Band.

Analog statt digital

Der erste Plan, das Mammut-Ensemble von höherer Warte aus per Live-Bild-Schaltung auf die Leinwände unter der Hallendecke zu dirigieren, wurden von den Organisatoren Werner Petersen und Daniel Rau fallen gelassen. „Das Bild ist zeitverzögert, es eignet sich nicht für ein akurates Taktgeben,“ stellten die Planer fest und schalteten auf den seit Jahrhunderten bewährten Handbetrieb um: Bis zu drei Dirigenten schlugen in der Arena den Takt. Die Arme wie die Schwingen von Adlern weit ausgebreitet, übertrugen sie mit größtmöglichen Bewegungen das gewünschte Spieltempo. - „Wir haben uns vorher geeinigt, wer die Leitung und wer Co-Dirigat macht“, erzählte Kirchenmusiker Andreas Maurer-Büntjen.

Gewaltiger Sound

Das Ergebnis ließ sich hören. Runde, sanfte und volumenreiche Töne der Blechbläser füllten die Arena. Wie mit einem großen Atem gespielt erklang das Stück „Rückenwind“. Bei der „Pavane op. 50“  von Gabriel Fauré zeigte sich, dass die Instrumente des Sinfonieorchesters beim zweistündigen Soundscheck gut ausgepegelt worden waren. Der Lautsprecher-Klang war differenziert. Die Blockflöten dagegen versanken trotz eigener Mikrofone in den Tonwogen. „Es war klar, das wir keine Chance hatten,“ sagte Kirchenmusikerin Dörthe Landmesser. Der Spaß, dabei zu sein, überwog jedoch. „Es ist schon gewaltig, mit so vielen Musikern zusammen zu spielen!“, freute sich Jens-Peter Schik aus Großhansdorf.

Hier sehen Sie weitere Bilder vom Posaunentag in Kiel.
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