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Kultur Schwelgen im Orange Feeling
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17:43 30.06.2017
Von Tamo Schwarz
Das Publikum schwelgt im Orange Feeling von Roskilde. Quelle: Rene Otto
Roskilde

130 000 – darunter 30 000 freiwillige Helfer – machen diese 2,5 Millionen Quadratmeter westlich von Kopenhagen jährlich zur viertgrößten Stadt Dänemarks. Die ist erst einmal ein gigantischer Stau. Viel geht nicht mehr, auf dem Weg aufs Festival-Gelände macht sich Unmut breit. Tausende verpassen so das Eröffnungskonzert des dänischen R&B-Zweiers Phlake, stehen an, warten, rasten aus, als Torontos Starboy Abel Tesfaye um 22 Uhr die Orange Scene – Hauptbühne und Wahrzeichen des Festivals – betritt.

Der 27-jährige Tesfaye aka The Weeknd verdichtet 75 Minuten lang seinen schlüpfrigen Downtempo-R&B unter dramatisch orange-rotem Himmel. Noch ist es trocken. Ein paar Schritte weiter auf der Avalon-Stage gibt sich noch so ein Also-known-as-Hype die Ehre: Rory Graham aka Rag’n’Bone Man. Das bärtige Schwergewicht aus East Sussex erobert die viel zu kleine Arena im rootsgetränkten Soul-Sturm. Immer wieder umkreist der Human-Superstar HipHop und Gospel, füllt den Raum mühelos mit seinem exzeptionellen Organ, entschleunigt die Single Skin.

Erasure, diese Ende der Achtziger zu großartigen Gay-Ikonen katapultierten Synthie-Kumpanen, avancieren vom musikalischen Anachronismus zum Feel-Good-Moment des Roskilde-Jahrgangs 2017. Andy Bell und Vince Clarke reißen die 25 000 vor der aus allen Nähten platzenden Arena-Stage mit durch eine pop-historische Tour de Force ihrer Hits. Victim of Love, Oh, L’Amour, Stop! und das damals initialzündende Sometimes.

Dann kommt er doch, der Regen, und dennoch geht es weiter: mit den Foo Fighters, Old-School HipHopper Ice Cube und den Alternative-Giganten Arcade Fire auf der Orange Scene, mit Australiens Phänomen Lorde, Icona Pop, Moderat/Modeselektor oder Trentemøller.

Zum Roskilde-Festival-Livestream geht es hier.

Hier finden Sie Bilder der ersten Tage in Roskilde.

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