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Kultur 7. Kieler Künstler Cup: Kicken zu „Popcorn“
Nachrichten Kultur 7. Kieler Künstler Cup: Kicken zu „Popcorn“
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19:23 02.08.2009
Kiel

Das ruht nun wund auf einer Bierkiste unterm Spielleitertisch. Dass Lutz die Zwangspause leicht nimmt, gehört zur entspannten Atmosphäre beim Künstler-Kicken, wo kaum einer die runde Sache allzu ernst nimmt.

Mit einem Augenzwinkern fordert Lutz dann auch „Rache für den Chef“, als die Blauen Bengel im Viertelfinale nochmals auf die Palenkes treffen und ihren Kapitän bei keinem Gegentor gleich sechs Mal jubeln lassen. „Die sind jetzt richtig heiß!“, freut er sich - und DJ Volli, der aus seinem CD-Koffer 80er-Raritäten auf den Rasen zaubert, ergänzt: „Und ich mach' sie jetzt noch heißer, mit

Popcorn.“ Die Synthie-Pop-Legende kickt die Kicker genauso gut, wie Snaps

I Got The Power müde Beine wieder munter macht.

Etwa die „Beine von Welt(ruf)“ von Nils Aulike, Programmmacher in der Hansa48 und Torwart der Worldlex. Nach dem letzten Vorrundenspiel, das die Kicker aus der Langen Reihe 2:0 für sich entschieden, ist er „noch emotional aufgewühlt“, aber das sagt er nur so, weil solche verschwitzten Fußballer-Kommentare eben zum Spiel gehören. Im Viertelfinale gegen die Sportfreunde Schiller konnte Aulike das Siegtor der letzteren nicht verhindern. „Aber ich war ganz nah dran, ich hab' den Windzug des Balles gespürt.“ Sein „ganz persönliches Cheergirl“ Kathrin nimmt den Erschöpften („Wir haben keine Auswechselspieler, aber wer wechselt, ist ohnehin feige“) in entspannt tröstende Arme und hat auch schon ein Fläschchen Bier zum Anstoßen besorgt.

Nach dem in der Abendsonne glänzenden Pokal, der auf einem Goldpodestchen auf dem Tisch steht, wo Spielleiter Mario über dem Zahlenwirrwarr der Vorrundentabellen brütet und sich anerkennend über Palenkes 13 Punkte und kein Gegentor in der Vorrunde äußert - „das sind echte Minimalisten, wie die Italiener“, schielten auch Ritas Jungs lange. Klar sei das bitter, wenn man im Spiel um den dritten Platz gegen die Sportfreunde Schiller im Neunmeterschießen nur Vierter werde, so Jörn Radtke. Zumal, wenn die Schillers mehrere Neunmeter verschossen haben, aber „einen Torwart haben, der einfach alles hält“. Enttäuscht ist Jörn dennoch nicht: „Super entspannte Atmosphäre, super Wetter, was will man mehr?“

Na klar, das „Finaaaale!“. Hier kicken die Blauen Bengel gegen die neun Jungs und ein Mädel aus der Seebar und lassen nichts anbrennen. Lange steht's 1:0 für die Bengel, aber dann netzen die Seebären und -bärin kurz hintereinander dreimal ein. Auf dem Professor-Peters-Platz ist die Sonne schon hinter den Bäumen verschwunden, als sie die Trophäe und einen saftigen Schinken verliehen bekommen. Die Freude ist groß - jetzt vor allem auf nach sechs Stunden Turnier mehr als verdiente 100 Liter Freibier bei der After-Kick-Party im Blauen Engel.

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