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Kultur A-Cappella: Onair auf der Krusenkoppel
Nachrichten Kultur A-Cappella: Onair auf der Krusenkoppel
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07:20 25.06.2019
Von Thorben Bull
On Air live auf der Bühne der Freilichtbühne Krusenkoppel. Quelle: Manuel Weber
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Kiel

Der erste Eindruck

Mit dem Queen-Klassiker „Radio Ga Ga“ fiel das Quintett in die Tür und konnte sogleich schon in einige überraschte wie erstaunte Gesichter blicken. Denn schon nach dem Opener rauschte der Applaus durch das Halbrund angesichts der Kompaktheit und Fülle des Songs. Wozu noch ein Musikinstrument erlernen, wenn man seinem Mund nahezu dieselben sämtlichen Töne entlocken kann?

Die Musik

Ausflüge in den Rock blieben selten. Vielmehr dominierte balladesk angehauchte Popmusik das Programm „Vocal Legends“. Ob Coldplay („Adventure Of A Lifetime“), Phil Collins („Father To Son“), Adele („Rolling In The Deep“) oder Sinéad O'Connor („Nothing Compares 2 U“) - Onair pflückten stilsicher die schönsten Früchte vom zarten Popbäumchen.

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Das Publikum…

…konnte sich es sich auf ihren Sitzkissen gemütlich machen, sich im besten Falle zu den lieblichen Popliedern an den Partner schmiegen. Dank humoriger Anekdoten seitens der Band gab es aber auch immer wieder etwas zu Lachen. Weshalb Sinéad O'Connor im Musikvideo zu „Nothing Compares 2 U“ weint, wusste damals der Vater von Sopranistin Jennifer Kothe auf Frage seiner Tochter: „Weil sie sich den Kopf kahl geschoren hat.“

Was in Erinnerung bleibt

Das Können des Berliner Quintetts gipfelte in einer bravourösen Interpretation des Led Zeppelin Meisterwerkes „Stairway To Heaven.“ Wie im Original baute der sonore Fünfer das Songgerüst behutsam auf, imitierte täuschend echt den Einsatz der Rhythmusfraktion, bis das Gitarrensolo von Sopranistin Marta Helmin endgültig die Münder offen stehen ließ. Der einsetzende Szenenapplaus war nur folgerichtig und unter Standing Ovations verabschiedete sich die Band in die halbstündige Pause.

Fazit

Neben der tollen Songauswahl hauten Onair vor allem durch ihre technisch ausgefeilte Herangehensweise immer wieder aufs Neue aus den Socken. Beatboxer Patrick Oliver freute sich während diesem letzten Konzert der Tour schon auf den Spanien-Urlaub. Nach diesem Konzert können der Bariton und seine Band ihn verdientermaßen antreten.

Thomas Bunjes 24.06.2019
25.06.2019