Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Kultur Ai Weiwei kritisiert Ausstellung "Kunst der Aufklärung"
Nachrichten Kultur Ai Weiwei kritisiert Ausstellung "Kunst der Aufklärung"
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:27 25.03.2012
Das Verschwinden von Ai Weiwei überschattete vor einem Jahr den Beginn der Ausstellung «Kunst der Aufklärung». Foto: Uwe Zucchi
Peking

Er beschrieb die Präsentation der 600 Leihgaben aus Dresden, Berlin und München zwar als gut und wichtig, beklagte aber, dass es in China keine Diskussion ausgelöst und wenig Zuschauer gegeben habe: "In jedem beliebigen McDonalds-Restaurant gibt es mehr Menschen als in dieser Ausstellung."

Mit einem Festakt, an dem auch die deutsche Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Cornelia Pieper, teilnimmt, wird der Abschluss der zehn Millionen Euro teuren Ausstellung an diesem Sonntag gefeiert. Es war das bisher größte deutsche Kulturprojekt in China. Nach Angaben der Organisatoren kamen 450 000 Zuschauer. Vor einem Jahr hatte die Inhaftierung von Ai Weiwei, der als bedeutendster chinesischer Künstler der Gegenwart gilt, den Beginn der Ausstellung überschattet. Nach zwei Monaten kam der Regimekritiker wieder frei.

Unter Hinweis auf das Nationalmuseum neben dem Platz des Himmlischen Friedens (Tian'anmen), dem Schauplatz der 1989 blutig niedergeschlagenen Demokratiebewegung, und die Repressionswelle im vergangenen Jahr sagte Ai Weiwei: "Es ist eine ausgezeichnete Ausstellung, aber am falschen Ort, zur falschen Zeit und ohne gute Wirkung." Die Regierung schmücke sich lediglich mit solchen Projekten. "All diese Kulturaustauschvorhaben machen keinen Sinn, weil die Medien in China nicht frei sind", sagte Ai Weiwei.

Es habe kaum Werbung gemacht werden dürfen. Wenig Menschen hätten von der Ausstellung gewusst. Das deutsche Projekt habe in China keine Diskussionen über die Werte der Aufklärung ausgelöst, die in Europa den Grundstein für Menschenrechte und Freiheit gelegt haben. Die Wirkung "bleibt sehr gering", sagte Ai Weiwei.

dpa

Kultur Andreas Koller und die Heinrich-Schütz-Kantorei präsentierten Bachs Matthäus-Passion Klangsinnlich und konzentriert

Sich an Johann Sebastian Bachs Matthäus-Passion zu wagen, bedeutet für jeden Kantor eine Herausforderung. Mit enormer Konzentration und viel Gespür für die Koordination der musikalischen Kräfte bewies Andreas Koller mit seiner Heinrich-Schütz-Kantorei am Wochenende, dass ein beeindruckender Abend dabei durchaus möglich ist.

Oliver Stenzel 25.03.2012

Der rote Teppich bei der Verleihung des Grimme-Preises ist größer geworden. Fotografen und Fans haben nun mehr Platz, um Stars und Sternchen zu sehen.

24.03.2012

Ein Lied aus der Filmkomödie "Borat" statt der Nationalhymne von Kasachstan hat die kasachische Sportschützin Maria Dimitrienko nach ihrem Sieg bei einem Turnier in Kuwait zu hören bekommen.

24.03.2012