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Kultur Ein Mozartfest zum Semesterausklang
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18:31 11.07.2019
Von Thomas Richter
Dirigent Volker Mader Quelle: Marco Ehrhardt
Kiel

Eigentlich war es eine „Gelegenheitskomposition“. Aber was heißt das schon bei einem wie Wolfgang Amadeus Mozart? Jedenfalls wünschte sich die Wiener Tonkünstlersozietät, so etwas wie eine Rentenkasse für die Witwen und Waisen von Berufsmusikern, für ihre Benefizkonzerte im Wiener Burgtheater 1785 auch von Mozart ein geistliches Werk.

Teile der c-Moll-Messe

Der Meister arbeitete dafür Teile seiner unvollendeten c-Moll-Messe KV 427 zur Kantate Davide penitente (der büßende David) um, wobei er eine Tenor- und eine Sopranarie hinzu komponierte. Das durchaus fordernde Werk stand im Mittelpunkt des Semesterkonzerts des Akademischen Chores und des Kammerorchesters der CAU unter dem Dirigat ihres Leiters Volker Mader in der sehr gut besuchten St. Heinrich Kirche.

Exsultate, jubilate mit Sopranistin Linda Joan Berg

Doch zunächst erfüllte die lebhaft-majestätische Ouvertüre zu Mozarts La clemenza di Tito das Gotteshaus. Ein Klassik-Hit, dem sich das Kammerorchester mit viel Verve und Ausdrucksstärke widmete. Bei der anschließenden Motette Exsultate, jubilate zeigte die in Neukirchen geborene Sopranistin Linda Joan Berg eine imposante Kostprobe ihrer Kunst und glänzte vor allem in den Allegro-Sätzen mit intensiven Koloraturen.

Starke Solisten für "Davide penitente"

Dann das Hauptwerk des Abends: Neben Berg konnten für die streckenweise äußerst anspruchsvollen Solopartien mit der südkoreanischen Sopranistin Angela Shin vom Theater Lübeck und dem Tenor Fred Hoffmann, langjähriges Ensemblemitglied der Kieler Oper, entsprechend versierte Kräfte angeheuert werden, die einen tiefen Eindruck hinterließen.

Differenzierte Chorleistung

Zur Seite standen den Solisten hervorragend disponierte Tutti-Sängerinnen und -Sänger, die insbesondere in den emphatischen Chor- und Ecksätzen nachbarocke Wucht und Dynamik entwickelten, aber auch in den kammermusikalischen Passagen überzeugten. Darüber hinaus sorgte Maders gewohnt gestenreiche Stabführung für ein nicht minder wirkungsvoll agierendes Orchester, dem in einem achtsamen Miteinander der Instrumentengruppen und technisch sattelfest ein eindringlich klangschönes Spiel gelang. Nicht nur dafür gab’s großen Applaus.

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