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Kultur Kiels kulturelle Leitlinien
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07:00 25.01.2018
Von Maren Kruse
Auch Marc Schnittger findet sich mit seinem Figurentheater in der Liste der institutionell Geförderten.  Quelle: Silke Rönnau
Kiel

 Die zuletzt 2013 beschlossenen Leitlinien sahen eine Fortschreibung nach drei Jahren vor. Deshalb habe nach Sicht von SPD und SSW inzwischen dringender Verbesserungsbedarf bestanden. Lietzow spricht angesichts des 16-seitigen Papiers nicht von einer Neufassung, sondern von einer Aktualisierung und nannte dafür einige Beispiele: „Anders als im Vorgängerpapier werden jetzt unter anderem auch das Meeresfilmfestival Cinemare, das Figurentheater Marc Schnittger oder der inklusive Chor der Rock- und Popschule, der zuvor im Sozialetat verankert war, in der Liste der institutionell geförderten Initiativen geführt.“

Wie stark die institutionelle Förderung in den letzten Jahren ausgebaut werden konnte, könne man an eben dieser Auflistung erkennen, so das Fazit des Vorsitzenden des Kulturausschusses Dirk Scheelje (Grüne). Deren Anzahl habe sich seit 2008 fast verdreifacht. Seiner Einschätzung nach erhalten die Leitlinien dadurch jetzt einen Charakter, der in Richtung eines Kultur- und Entwicklungsplans gehe, wie ja auch von der Ratsversammlung schon diskutiert.

Neu sei laut Scheelje auch der Gedanke, Probe- und Auftrittsmöglichkeiten für Musik- und Theatergruppen zu schaffen. „Hier wird sicher eine zentrale Entwicklungsaufgabe des Kulturbereichs liegen, da hierfür bislang nur sehr begrenzt Gelder zur Verfügung stehen.“

Als „breit angelegt und Ausdruck einer modernen Art mit Kultur umzugehen“, bezeichnete Marcel Schmidt (Fraktionsvorsitzender und kulturpolitischer Sprecher des SSW) das Papier. „Was lange währt, wird endlich gut“, lautete das Fazit von Bettina Aust als kulturpolitischer Sprecherin der Grünen.

Kritik an der Finanzausstattung der Stadt kam dagegen von der FDP-Ratsfraktion. Augenfällig sei, so die FDP-Fraktionschefin Christina Musculus-Stahnke, dass in der neuen Fassung der Leitlinien ein Passus zu den finanziellen Rahmenbedingungen Kiels fehle. Diese seien nämlich ausgesprochen schwierig und erforderten stets eine komplexe Abwägung zwischen Erhalt oder Weiterentwicklung des kulturellen Angebotes. Es sei bedauerlich, dass sich dieser Passus in den Leitlinien 2018 nicht wiederfinde.

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