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Kultur Arbeiten von Claudia Bormann in Eutin: Wirklichkeit im malerischen Spiegel
Nachrichten Kultur Arbeiten von Claudia Bormann in Eutin: Wirklichkeit im malerischen Spiegel
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20:25 04.09.2009
Eutin

Unter dem Titel

Mimikry. Malerei und Installation stellt die Künstlerin aus Ratzeburg Werke im Ostholstein Museum in Eutin aus.

Neben neuen Landschaftsbildern, die Bezug nehmen auf Eutin, begleitet von Zitaten aus

Luise von Johann Heinrich Voß, sind die großformatigen Wasserbilder die Blickfänger. Im Zyklus

Tauber I-IV spiegeln die grün-braun-gelben Acryltöne den Uferbewuchs - faserig, verzerrt, zerrissen. Leichte Wölbungen der Wasseroberfläche mit regelmäßiger Farbwiederholung gliedern die Komposition, bis an einer Stelle Schlieren oder Seerosen diese Regelmäßigkeit aufbrechen, die Farben vermengen und neue Linienläufe in die Oberfläche bringen. Bormanns Flussbetrachtungen sind Spiegelungen der Spiegelungen, präzise und von ausfüllendem Gestaltungsdrang.

Immer wieder kontrastiert die dunkle Intensität in der unteren Bildebene ein zartblauer Fleck: ein Stück Himmel, der bei Bormann meistens Kopf steht. Und wenn darin die verkehrten Spitzen dunkler Tannen angedeutet sind, dann zitiert die Malerin das Idyll der romantischen Landschaftsmalerei und hinterfragt es zugleich.

In ihren aktuellen Arbeiten nimmt Claudia Bormann auch den Menschen als Motiv in ihre Landschaften hinein. Für

Mimikry I-IV hat sich im Atelier eine Tänzerin auf Malereien gelegt, ist von der Künstlerin im Stil des Hintergrunds bemalt und schließlich von Herrn Mathu (Malte Seichter) abgelichtet worden. Die Fotografien zeigen nun Frauenkörper unter Seerosen oder in einem Kornfeld, die sich plastisch hervorheben, aber durch den seidenen Hintergrund-Überzug zwischen zwei Realitätsschichten schweben. Nur so gelingt Bormanns Menschen die innige Verbindung mit der Natur.

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