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Kultur Plaketten für fünf vorbildliche Bauten
Nachrichten Kultur Plaketten für fünf vorbildliche Bauten
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11:41 13.11.2019
Von Konrad Bockemühl
Reizvolle Kontrastwirkung zwischen Alt- und (Reet-)Neubau am Ratzeburger See: Das BDA-preisgegrönte Fährhaus Rothenhusen. Quelle: Johannes Kottjé
Lübeck

Über 1000 Leser auch unserer Zeitung hatten sich an dieser Abstimmung beteiligt und dem Fährhaus vor der Eider-Nordsee-Schule in Wesselburen und der Nordlicht-Schule in Süderbrarup die meisten Stimmen gegeben.

Ein unkonventionelles Werk am Ratzeburger See

Mit dem Ergänzungsbau am Fährhaus Rothenhusen sei den Mißfeldt Kraß Architekten BDA PartGmbB (Lübeck) „ein eigenwilliges, im positiven Sinne unkonventionelles Werk gelungen“, lobte die Jury, der die Architekten Elke Reichel aus Stuttgart, Carsten Lorenzen aus Kopenhagen als Vorsitzender und Dirk Bopst aus Potsdam sowie der Architekturjournalist Alexander Gutzmer aus München angehörten. Der Bau stelle eine mutige Setzung dar und liefere zudem einen neuartigen Umgang mit dem Material Reet. Daneben wird ein respektvoller Umgang mit dem Bestandsbau attestiert.

Gelungene städtebauliche Intervention

Als selbstbewusste Retail-Architektur mit eigenem Charakter würdigte die Jury die ausdrucksvolle Form und die klare städtebauliche Setzung des durch Transparenz gekennzeichneten Shoe Shel Shops in Neumünster (Urban Agency ApS, Valby/DK und das Büro es plant, Kiel). Die Nutzung als Schuhfachgeschäft werde über eine Glasfassade, die an ein mit Schuhen bestücktes Regal erinnert, konsequent nach außen getragen. Wie eine Festungsanlage fügt sich das neue Hansemuseum (Studio Andreas Heller GmbH Architects & Designers, Hamburg) in Lübecks Burghügel ein. Eine „gelungene städtebauliche Intervention“, würdigte die Jury: „Mit dieser Mischung aus Introvertiertheit und Offenheit wird auch der Geist der Hanse sehr gut repräsentiert“.

Würdiges Wohnambiente

Als wesentlichen Beitrag zum Bauen in einem städtebaulich offenen Kontext wertete die Jury das neue Wohnheim Büsumer Straße in Heide (Steinwender Architekten, Heide). Die im Kontext recht große Gebäudemasse werde durch eine differenzierte und angenehm proportionierte Gliederung städtebaulich wie architektonisch vorbildlich verortet. Das schaffe auch ein würdiges Wohnambiente. Mit dem Altenteilwohnhaus in Röbel (Wegener Architekten BDA, Neustadt) schließlich werde das ländliche Thema „Altenteil“ qualitätvoll mit hochwertigen, unaufdringlichen Details interpretiert. Die angemessene, sehr transparente Ergänzung des wertvollen Bestandes sei in seiner Anordnung und Kubatur vorbildlich.

BDA-Preisträger 2019:

Würdigung von Bauherr und Architekt

Jury-Mitglied Elke Reichel und der BDA-Landesvorsitzende Christian Schmieder (Kiel) ehrten am Donnerstagabend Bauherren und Architekten in den Lübecker Media Docks. Der im Turnus von vier Jahren vom Bund Deutscher Architekten (BDA) verliehene Preis ist der älteste und einzige landesweite Architekturpreis in Schleswig-Holstein. In diesem Jahr wurde zusätzlich sein 50-jähriges Bestehen gefeiert. Der BDA-Preis wird für vorbildliche Bauten vergeben und gilt der gemeinsamen Leistung von Bauherren und Architekten.

50 Projekte wurden von 34 Büros eingereicht

Insgesamt hatten 34 Architekturbüros aus ganz Deutschland 50 Projekte eingereicht. Die Jury ehrte letztlich neben den fünf Preisträgern des 1. Ranges im 2. Rang sechs Bauten mit Auszeichnungen und sprach im 3. Rang weiteren sieben Projekten (darunter auch die Wohnbebauung Schlossquartier in Kiel) eine Anerkennung aus. Alle 18 Projekte werden in einem Katalog und in Ausstellungen, derzeit in Lübeck, zum Ende des Jahres auch im Kieler Baukulturforum, präsentiert.

Hier zeigen wir Ihnen die Gebäude, die für den BDA-Publikumspreis 2019 in Schleswig-Holstein nominiert sind.

Die sechs Auszeichnungen im 2. Rang:

Das sind die Auszeichnungen im 2. Rang: „Alte Feuerwache"-Wohnquartier in Kiel (LRW Architekten und Stadtplaner Loosen Hamburg, Rüschoff + Winkler PartGmbB, BLK2 Böge Lindner K2 Architekten); Eider-Nordsee-Schule in Wesselburen (ppp architekten + stadtplaner Lübeck /Hamburg); Ensemble Anscharpark in Kiel (BSP Architekten BDA, Kiel, Schnittger Architekten + Partner); Motel One in Lübeck (Riemann Gesellschaft von Architekten mbH, Lübeck), Nordlicht-Schule in Süderbrarup (Architekten Johannsen und Partner mbB, Hamburg), Wohnhaus in Reinbek (Schoener und Panzer Architekten BDA, Leipzig).

Die sieben Anerkennungen im 3. Rang:

Genossenschaftliches Wohnen in Büdelsdorf (BSP Architekten BDA, Kiel); Haus an der Elbe in Wedel (Nord Studio, Berlin); Neutra-Bungalow in Quickborn (Schloßmacher + Jungk Architekten BDA); Stadthaus in der Lübecker Altstadt
(mai ellinghaus Architekten BDA PartGmbB, Lübeck); Stadtwerke in Neustadt
(BUS Architektengesellschaft mbH, Bremen, Rissmann und Spieß Architekten, Neustadt); Wohnanlage Schleibrücke in Kappeln (Sunder-Plassmann Architekten BDA, Kappeln); Wohnbebauung Schlossquartier in Kiel
(Arbeitsgemeinschaft bbp:architekten bda und Schnittger Architekten + Partner, Kiel).

Mehr Kultur aus der Region hier auf www.kn-online.de/kultur

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