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18:37 30.01.2019
Von Ruth Bender
Foto: Kühle Präzision zelebriert das Ballett Chemnitz in der Choreografie "Unleash"
Kühle Präzision zelebriert das Ballett Chemnitz in der Choreografie "Unleash" Quelle: Marco Ehrhardt
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Kiel

Ein lustiges Pärchen (Juniorballett) legt in Anlehnung an Paul Klees Fingerpuppen zwischen Bauhaus, Spitzen- und Showtanz einen verspielten Pas de Deux auf die Bretter. Ein in die Jahre gekommener Tänzer dekliniert sich polyglott hadernd und kein bisschen altersschwach durch die Bewegungssprachen und -defizite der späten Jahre (Amancio Gonzalez). Und Choreografin Katarzyna Kozielska lässt acht Tänzer vom Ballett Chemnitz in "Unleash" wie Marionetten an Fäden tanzen. 

Muskelspiele und Ballettsatire

Lester René González Alvarez vom Ballett Oldenburg zeigt bezwingende Muskelspiele und lotet im Solo Artikulation die Ausdrucksmöglichkeiten der Bewegung aus. Und Lotte James und Martin Nudo, ebenfalls vom Juniorballett München, arbeiten sich durch die 102 (fiktiven) Positionen des Pas de deux. Bekannt, aber wie leicht verschoben erscheinen die emblematischen Figuren in dieser liebevoll erhellenden Satire auf den strengen Formenkanon und die Regelhaftigkeit des klassischen Balletts.

Das Glück der reinen Bewegung

Den Rahmen setzt wie immer das Ballett Kiel, das in Ausschnitten aus "Cinderella" und "La Sylphide" den klassischen Teil abdeckt und außerdem mit einem faszinierenden Gruppenstück einen vielversprechenden Einblick in Ivanenkos neues Stück (Premiere: 30. März) gibt. Zum Schluss glänzen die Tänzer noch einmal in einer rasanten Ballszene aus dem Jahr 2012 - vereint im Glück der reinen Bewegung.

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