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Kultur Kiel und die Kunst auf Abwegen
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17:47 28.06.2018
Von Maren Kruse
Hannah Bohnen und ihre Arbeit "Abrieb" in der Legienstraße. Quelle: Björn Schaller
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Kiel

Im Vorraum des Gesundheitsamts liegen drei angeleinte große Hunde. Haarig, grauschwarzes Fell – sind die echt oder tun die nur so? Einer von ihnen schaut durchs bodentiefe Fenster Richtung Rathausplatz. Der Herr, der gerade die Schwingtür öffnet, zuckt unmerklich zusammen. Eine kleine Irritation nur, ein Moment des Rätselns und genau das, was Benedikt Lübcke aus der Bildhauereiklasse der Muthesius Kunsthochschule im Sinn hat. Er ist einer von sechs Teilnehmern des Projekts Hot Spots, das einen Monat lang in den Kieler Stadtraum entdeckt werden kann.

Ein Faltblatt weist den Weg

Bewusst gering sollte der finanzielle Aufwand sein. Viel wichtiger dagegen die Verortung mit Kiel. „Wir hatten einfach Lust, uns in der eigenen Stadt auf Abwege zu begeben.“ Ein Faltblatt, eine detaillierte Internetpräsenz und QR-Codes helfen dabei, diese Nischen aufzuspüren. Wie Hannah Bohnen, die mit reflektierender Straßenmarkierungsfarbe im Innenhof der Hochschule ihre eigene urbane Kalligrafie entwirft. Das stößt Denkprozesse an und macht Spaß, besonders an Stationen, die subversiv hinterfragen oder wunde Punkte der Stadt markieren. 

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„Hot Spots“ bis 28. Juli in Kiel. Faltplan in der Muthesius Kunsthochschule, Stadtgalerie und Tourist Information. www.bildhauereiklasse.de

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