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Kultur Wohnzimmeratmosphäre bei Astrid North
Nachrichten Kultur Wohnzimmeratmosphäre bei Astrid North
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13:20 23.03.2018
Von Isabelle Breitbach
Astrid North sorgt in der Kieler Pumpe für Gänsehautmomente. Quelle: Manuel Weber
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Kiel

Der erste Eindruck

Kein Aufmarsch, sondern Stille. Wortlos betreten Astrid North, Cellistin Illay und Drummer Benny Glass die Bühne, nehmen die Plätze an ihren Instrumenten ein und legen los. Ein stimmiges Konzept, die Zuhörer einfach zu überrollen, denn der erste Titel „Rollin`Man“ handelt genau von dieser Eigenschaft: „Rolling over everything, he came“ heißt es im Refrain.

Die Musik

Astrid North begleitet ihre soulige Altstimme selbst am Klavier. Das allein würde schon reichen für einen Abend voller wohliger Gänsehautmomente. Doch das harmonische Zusammenspiel mit Illay, die außer dem Cello oft den Part als Backgroundsängerin übernimmt, und Benny Glass an Schlagzeug und Xylophon ist definitiv ein Gewinn. Sie spielen hauptsächlich Titel aus dem aktuellen Album „Precious Ruby“, auf dem beide ebenfalls mitwirkten. 

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Das Publikum

Kein großes Auditorium, aber rund 80 Zuhörer, die ins Schwelgen kommen. Was Astrid North fordert - Klatschen oder Mitsingen - die Kieler sind nur zu gerne dazu bereit. In der gemütlichen Runde ist sogar der ein oder andere Plausch zwischen Fans und Band drin.

Was in Erinnerung bleibt...

Wahrscheinlich das erste Konzert, bei dem die Band noch mit der Zugabe wartet, bis alle wieder auf ihren Plätzen sitzen, die schon mal ihre Jacken geholt haben. Dazu Szenarien wie in einer öffentlichen Probe: Egal was die drei Musiker auf der Bühne zu besprechen haben - das Publikum wird gleich mit einbezogen: „Wir sind ja hier unter uns.“ Das sorgt für einige Lacher, wenn Drummer Benny in der Aufregung (unbewusst) laut ausspricht, dass er „schon wieder Pipi muss“ oder Astrid auffällt, dass da ein Song auf der Setliste fehlt, den sie „jetzt einfach mal spielen“.

Fazit

Lauschig, herzerfrischend authentisch - und zauberhaft schön.

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