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Kultur Songs aus dem Feenland
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13:30 23.07.2017
Von Kai-Peter Boysen
Fee Badenius beim Auftritt im Lutterbeker. Quelle: Kai-Peter Boysen
Lutterbek

Der erste Eindruck

Im Handumdrehen ist man fasziniert von der glockenklaren, warmen Stimme der 31-jährigen Singer/Songwriterin und ihren witzigen, bisweilen selbstironischen und sprachlich versierten Songs.

Das Programm

Drei Alben hat Fee Badenius bisher veröffentlicht, "Feederleicht" ist der Titel des neuesten Werkes, mit dessen Uptempo-Opener "Wäre besser" auch dieses Konzert beginnt. Unsicherheit, die zwanghafte Suche nach Selbstoptimierung sowie der Wunsch nach Veränderung sind auch bei "Körperformen" Thema. Am Ende siegt jedoch das Selbstbewusstsein, denn "die perfekte geometrische Form ist nun mal die Kugel – drum lasst uns essen". Mit witzigen Anekdoten aus ihrem Leben und vielen nachdenklichen Tönen füllt die Waldorf-Lehrerin die Pausen zwischen den Songs.

Ehemalige Beziehungen sind offensichtlich komplett abgehakt, wie "Was hab ich nur geliebt an deinem Gesicht" auf sehr amüsante Weise unterstreicht. Herausragend sind Balladen wie "Nest" oder "Leben", die aus vollem Herzen berühren.

Das Publikum

Der gut besuchte Lutterbeker ist schnell im Bann der Fee, hört geduldig zu, lacht herzlich bei Songs wie "Fleischesslust" und zeigt sich berührt von den fein gesponnenen Sprachfäden, die Songs wie "Oberfläche" durchziehen. Nachdem sie die Künstlerin und ihre Band dreimal wieder auf die Bühne geklatscht haben, erheben sich die Zuschauer von ihren Plätzen, um dieser sympathischen Künstlerin und ihrer dreiköpfigen Band mit stehenden Ovationen die Ehre zu erweisen.

Was in Erinnerung bleibt

Erst bei der letzten Zugabe "Was übrig bleibt" klatscht das Publikum im unbesungenen Teil des Refrains mit und hört sofort damit auf, als die Stimme wieder einsetzt. Man möchte nichts verpassen.

Fazit

Danke, liebe Fee!

Open-Air Veranstaltungen sind vor allem von gutem Wetter abhängig. Scheint die Sonne, so steigt auch die Stimmung. Nach einem durchweg sonnigen Freitag, geht am frühen Sonnabendabend der Blick immer wieder gen bleiernen Himmel am Auftakt-Wochenende des neunten Bootshafensommers.

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