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Kultur Am Anschlag ohne Genre-Grenzen
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08:46 18.05.2018
Von Thorben Bull
Sängerin Anastasia Postnikova erläuterte statt Titel lieber Themen der Lieder. Quelle: Michael Kaniecki
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Kiel

Der erste Eindruck

Denn getanzt wurde nahezu durchgängig. Auch schon zum Kieler Rumpel-Folk Fünfer Madam Datam, die sich für ihre mutige und unkonventionelle Herangehensweise (Ketten statt Drumstick, Banjo und Cello) als Support viel verdienten Applaus abholten. Iva Nova eröffneten ihr Set mit einem rund zehnminütigen Experimental-Monster, das schon sämtliche Facetten der Power-Girls offenlegte.

Die Musik

Lebendige Bassfiguren von Galina Kiseleva, ein Synthesizer von Anastasia Postnikova der dem Akkordeon von Natalia Potapenko in die Parade fuhr und dazu das zusammenhaltende, wild rumpelnde Schlagzeugspiel von Ekaterina Fedorova. Experimenteller Charakter, geprägt von gegensätzlichen Passagen. Ein Sound-Mix aus Rock, Folk, Punk und slawischer Folklore, der jederzeit mit neuen Ideen überraschen konnte.

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Das Publikum…

…zeigte sich angetan, honorierte mit Jubelrufen und viel Beifall. Getanzt wurde, wie üblich, in den vorderen Reihen. Der Körpereinsatz und die Energie des Vierers auf der Bühne färbten ab.

Was in Erinnerung bleibt

Die Abwesenheit einer Gitarre fiel durch das temperamentvolle, kompakte Zusammenspiel nicht ins Gewicht. Sängerin Anastasia Postnikova zauberte für fast jeden Song ein weiteres Instrument (Mundharmonika, Rassel, Okarina) aus dem Hut und erläuterte statt Titel lieber Themen der Lieder.

Fazit

Iva Nova kannten keine Genre-Grenzen und falls doch, wurden sie mit großen, freudigen Sprüngen übertreten. Die Band aus St. Petersburg spielte gerne am Anschlag und streckte mit ihrem Sound dem Mainstream sinnbildlich die Zunge raus.

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