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Kultur Druckvoller Sound erschüttert den Saal
Nachrichten Kultur Druckvoller Sound erschüttert den Saal
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06:26 22.03.2019
Von Thorben Bull
Dass der Dark-Rock sich einst aus dem Metal-Umfeld erhob, war deutlich zu hören: Lord Of The Lost im Orange Club der Traum GmbH. Quelle: Michael Kaniecki
Kiel

Der erste Eindruck

Um ganz sicher zu gehen, dass die ersten beiden Songs Loreley und Full Metal Whore auch bis in alle Ecken des Saales zu spüren sind, spielte die Band mit zwei Bassgitarren. Neben dem Sound saß ebenso der Show-Effekt. Die simulierte Düsternis, das schaurige Erscheinungsbild begleitete die rockgetränkten Metal-Songs auf Takt und Ton.

Die Musik

Dass der Dark-Rock sich einst aus dem Metal-Umfeld erhob, war deutlich zu hören. Die Songs besaßen eine schauderhafte Fassade für die Gared Dirge mit seinen sphärisch anmutenden Synthesizer sorgte. Über allem schwebte der Gesang von Chris Harms, der mit klaren, sonoren Passagen über Growls bis hin zu aggressiven Shouts die Emotionalität der Texte widerspiegelte

Dem Publikum…

…musste Chris Harms hin und wieder auf die Sprünge helfen. Mehrmals animierte der Sänger des Quintetts aus St. Pauli zum Mitklatschen und Fäuste recken. Großteils wurden die Songs samt Kaltgetränk leicht wippend und immer wohlwollend aufgenommen. Ihre Zuneigung zeigte der Saal im Anschluss der Nummern mit Applaus und Jubelrufen.

Was in Erinnerung bleibt

Höhepunkt und willkommene Abwechslung war die Klavierballade Sooner Or Later. Der Saal übernahm den Chorus im Chor und Chris Harms ging in der Rolle des düsteren Priesters auf: „Liebe Gemeinde, lasst uns singen.“

Fazit

Die tiefgreifende Emotionalität der Texte und der ihr innewohnende, abgründige Charakter wollte sagen: Noch einmal vor dem Ende blühen. Ein Konzert, dass die Fans des Dark-Rock und Gothic-Metal in freundschaftlicher Atmosphäre zusammenbrachte.

Max Gruber ist eine Rampensau ersten Ranges. Der Drangsal-Mastermind verfügt über eine enorme Präsenz, zumal für einen 25-Jährigen. Die faszinierte natürlich auch rund 400 Fans in der Kieler Pumpe, die die Band aus Berlin mit ihrem famosen Gebräu aus Post-Punk und Pop wie besoffen glücklich machte.

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