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Kultur Stahlzeit: Kiel in Flammen
Nachrichten Kultur Stahlzeit: Kiel in Flammen
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15:43 28.01.2018
Von Kai-Peter Boysen
Die fränkische Rammstein-Tribute-Band "Stahlzeit" ließ es am Sonnabend in der Kieler Sparkassenarena krachen. Quelle: Björn Schaller

Der erste Eindruck

Die meinen's ernst mit ihrer Rammstein-Huldigung: Der Look, das Licht, der Sound, die Stimme von Helfried „Heli“ Reißenfeder, dazu im Rhythmus Pyroexplosionen, die olfaktorische Kindheitserinnerungen an Zündplättchen in der Spielzeugpistole wachrufen.

Das Programm

Best of Rammstein mit allen Showelementen. Beginnend mit „Ramm4“, ein Song mit Zitaten vieler Rammstein-Songs, die Zeilen „Auferstanden aus Ruinen, Glück für Menschen und Maschinen“ und „Rammstein-Ja-Nein“ stehen für die bisweilen stumpfe, maschinelle Musik und das ambivalente Image der Kapelle. Stahlzeit ziehen durch, „Du riechst so gut“, „Asche zu Asche“ (mit brennenden Mikrofonständern), „Links 2,3,4“, „Sehnsucht“, wie in der Originalshow wird der Keyboarder, in diesem Fall Ron Huber, bei „Mein Teil“ im Topf per Flammenwerfer erhitzt und bei „Ich tu dir weh“ in einer Wanne vom Sänger mit Feurigem übergossen, um diese später brennend zu verlassen. Bei „Feuer frei“ tragen Sänger und die Gitarristen Flammenwerfer-Masken. Krönendes Finale ist „Engel“, zu dem Heli Reißenweber mit brennenden Engelsflügeln gen Decke schwebt. Sound und Gesang sind sehr authentisch, die Jungs sind mit Herzblut dabei.

Hier sehen Sie Bilder vom Stahlzeit-Konzert in Kiel.

Das Publikum

Durchweg älter und von Anfang an begeistert. Vorn bildet sich sogar ein kleiner Moshpit, die Texte sind ohnehin Gemeingut, der Applaus ist mehr als wohlwollend. Die Ekstase ist natürlich beim Original noch intensiver, aber als Coverband können sich Stahlzeit für die Fanreaktionen zu Recht auf die versengten Schultern klopfen.

Fazit /Was in Erinnerung bleibt

Rammstein-Shows sind selten und kostspielig. Wer es günstiger möchte und dennoch auf kein Showteil (Crowdsurfen im Schlauchboot war auch dabei) verzichten möchte, ist bei Stahlzeit, die bis auf den Schlagzeuger und ohne Keyboard die Band Maerzfeld bilden, bestens aufgehoben.

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