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Kultur The Vintage Caravan: Rock wie ein Geysir
Nachrichten Kultur The Vintage Caravan: Rock wie ein Geysir
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11:49 30.04.2019
Von Kai-Peter Boysen
The Vintage Caravan in der Pumpe Kiel. Quelle: Michael Kaniecki
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Kiel

Der erste Eindruck

Der Support Black Mirrors aus Belgien hat gut angeheizt, aber The Vintage Caravan kommen mit ihren Songs ohne Umschweife zur Sache, sind unbekümmert publikumsnah und punchen auf den Punkt.

Das Programm

Mit dem bärenstarken dritten Album „Gateways“ im Rücken legen Óskar Logi Ágústsson (Gesang, Gitarre), Alexander Örn Númason am Bass sowie Stefán Ari am Schlagzeug los, als gäbe es kein Morgen. „Reflections“ und „Set Your Sights“ heben den Saal in die Siebziger, Cream, Black Sabbath im Bluesrockgewand, Rock’n’Roll der Marke „Cocaine Sally“ und sensible leise Passagen, die in ein wütendes Boogie-Riff münden („Innerverse“). Die drei jungen Isländer toben und grooven sich nach Leibeskräften aus und sind nie um einen Spruch verlegen („Let`s go crazy – after I tuned this guitar“).

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Das Publikum

Wunderbar gemischt zwischen Anfang zwanzig und Anfang sechzig und im Rock vereint. Egal ob Mähne oder nur noch Ex-Matte, man schüttelt, was man hat oder tanzt, um dem dynamischen Trio und ihren Songs die Sympathie zu zeigen.

Was in Erinnerung bleibt/Fazit

„Hey, Hey, My, My, Rock’n’Roll can never die“, die junge Band The Vintage Caravan bestätigt Neil Youngs hoffnungsvolle These. Unwiderstehlich groovend, laut, pur und ohne überzogene Poser-Attitüde lockt Gitarren-Rock immer noch bei vielen die guten Gefühle aus der Seelenecke.

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