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Kultur Tim Bendzko verzaubert den Ostseekai
Nachrichten Kultur Tim Bendzko verzaubert den Ostseekai
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07:08 25.06.2018
Von Frida Kammerer
Tim Bendzko verzauberte am Sonntag zum Abschluss der Kieler Woche den Ostseekai. Quelle: Frank Peter
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Kiel

Erster Eindruck:

Tim Bendzko ist sichtlich gut aufgelegt und freut sich auf seinen Auftritt. Er begrüßt das Publikum, erzählt von seiner persönlichen Kieler-Woche-Bilanz (dritter Auftritt binnen sieben Jahren) und damit verbundenen Unannehmlichkeiten: "Damals kannte mich leider noch niemand - und auch keinen meiner Songs".

Das Publikum:

Nur langsam füllt sich der Ostsee-Kai, noch nach Beginn des Konzerts kann man in den abgetrennten Raum vor der Bühne gehen. Doch etwa eine halbe Stunde später ist es rappelvoll. Das Publikum ist durchmischt, von den elfjährigen Mädchen bis zu den Männergruppen um die 50 ist alles vertreten. Die Frauen sind aber in der Überzahl. Als Bendzko Männer und Frauen getrennt zum Singen auffordert, wird es deutlich: Entweder sind nur etwa ein Drittel der Besucher männlich, oder sie singen nicht gerne mit.

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Das Programm:

Das Set war auf Kiel abgestimmt. Aus "New York, Paris, Berlin" wurde "New York, Kieler Woche, Berlin" und bei seinem Hit "Nur noch kurz die Welt retten" hieß es am Ende nicht "und gleich danach bin ich wieder bei dir", sondern: "und gleich danach bin ich wieder in Kiel". Bei "Keine Maschine" gab es eine DJ-Einlage, die Bendzko so begründete: "Wenn ich das Lied 2040 geschrieben hätte, würde es wohl so klingen". Dazu kamen vier Zugaben ("Am seidenen Faden", "Warum ich Lieder singe", "Wenn Worte meine Sprache wären" und "Sag einfach ja")

Bleibender Eindruck:

Bendzko war gut aufgelegt. Immer wieder hat er das Publikum zum Mitsingen animiert und ihnen das Mikrofon hingehalten. Doch nicht immer waren die Zuschauer textsicher, manchmal blieb es einfach still am Ostseekai, doch Bendzko lies sich nichts anmerken. Umso mehr Spaß hatte er, als er das Publikum dann bei "Keine Zeit" in Gruppen aufgeteilt hat: Erst sollten die Frauen separat singen, dann die Männer, dann alle zusammen, dann mal leise und nochmal laut.

Fazit:

Das Publikum und Tim Bendzko hatten beide gleichermaßen Spaß. Zwar waren die Zuschauer zeitweise etwas steif und ließen sich nur schwer motivieren, aber Bendzko gab trotzdem alles, um alle mitzureißen. Das ist ihm gelungen.

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