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Kultur „Youngbloods“ in der Forstbaumschule
Nachrichten Kultur „Youngbloods“ in der Forstbaumschule
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08:18 06.09.2018
Von Thorben Bull
Micah Ehrenberg spielte am Mittwoch in Kiel.  Quelle: Michael Kaniecki
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Kiel

Der Biergarten der Forstbaumschule ist zwar gut besucht, doch sitzen nur wenige in Bühnennähe. Dabei ist das Ambiente dem melancholisch-traurigen Charakter der Songs entsprechend angerichtet. Gedimmte Lampen und ein kleines Feuer spenden der dunklen Spätsommernacht spärliches Licht. The Wooden Wolf greift zur elektrischen Gitarre, singt mit zittriger Stimme „Everbody needs an angel“, hält auch beim folgenden „I Can’t Find The Light“ alles in Moll. Feinster Slowcore, an die Red House Painters erinnernd.

Heiter bis dunkel

Mit etwas kräftigeren Akkorden begleitet sich Micah Erenberg, der mit „Beautiful Life“ und „No Time To Lose“ gleich zwei neue, noch unveröffentlichte Songs spielt. Und auch wenn der Kanadier geschickt zwischen heiterem Storytelling und dunklen Gefühlen changiert, so setzen sich letztere schlussendlich immer durch. Ganz wunderbar passt dazu seine persönliche, romantisierende Kindheitserinnerung: das Richard Thompson Cover „1952 Vincent Black Lightning.“

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Den Gipfel aller mitschwingenden Traurigkeit erreicht allerdings Jon Kenzie aus Manchester. Zart und langsam zupft er die Gitarre zu „Mr Destiny“, in dem er fast schon erschütternd vom Scheitern singt. Das anschließende „Soothing Whisper“ steht dem in nichts nach. Auf den vordersten Bänken an der Bühne nickt man sich zu und ist sich während des Beifalls einig: „Wundervolle Musik.“

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