Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Kultur The Wake Woods - das macht Laune
Nachrichten Kultur The Wake Woods - das macht Laune
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:31 11.03.2018
Von Thomas Richter
The Wake Woods in der Rächerei in Kiel. Quelle: Björn Schaller
Anzeige
Kiel

The Wake Woods, das sind die Gebrüder Ingo Siara (Gesang, Bass) und Helge Siara (Gitarre, Background-Gesang), Tobias Rachuj (Gitarre, Background-Gesang) und Till Reuter  (Schlagzeug, Perkussion, Background-Gesang). Und die Jungs wissen, wie es geht. Satte Beats, knackige Riffs, markante Soli und ein dreckig-schöner Gesang. Zwar Retro pur, aber nicht zu epigonenhaft.

Das Programm:

Zwei Alben hat die muntere Band, die 2016 als Support für Deep Purple agieren durfte, bisher eingespielt. Das 2015 veröffentlichte und hoch gelobte Debütalbum „Get Outta My Way“, welches ihnen den zweiten Platz beim deutschen Rockpreis einbrachte und das brandneue Werk „Blow Up Your Radio“.

Anzeige

Aus dem Fundus dieser Scheiben speiste sich natürlich auch das süffige Repertoire des Quartetts. Die Songs aus dem Erstling wie All The Plans We Had, Up And Gone Away oder Why Do You Love That Man klingen immens rockig, haben aber meistens einen angenehm bluesigen Unterton.

Die Lieder der aktuellen Scheibe etwa der Titeltrack Blow Up Your Radio sowie Songs For The Living oder You Won't Kick Me Out Of The Ring gehen mit Vollgas direkt dahin, wo es Spaß macht. Ins brettharte Reich zwischen AC/DC, Ramones oder Nirvana. Allerdings findet sich mit dem großartigem Downtown Daydream auch hier eine mit Country- und Blues- Elementen formschön veredelte Nummer.   

Das Publikum:

Es hätten ruhig ein paar mehr Zuhörer kommen können. Aber diejenigen, die vor Ort waren, nahmen die Party-Einladung beider Bands gerne an. Gute Stimmung.

Was in Erinnerung bleibt:

Kompositorisch sind die Songs sicherlich nicht immer Meilensteine. Aber sie verankern sich treffsicher in das Herz eines jeden Liebhabers von handgemachtem, ehrlichem und unverstelltem  Old-School - Rock 'n' Roll. Auch wenn der Sound, leider nicht zum ersten Mal in der Räucherei, eine Katastrophe war.

Rock darf laut, vielleicht auch zu laut sein, aber er sollte nicht undifferenziert daherkommen und in einer Wall of Noise enden. Die vier Instrumente und die Stimme (auch die Texte) dieser Band haben es verdient, unterscheidbar wahrgenommen zu werden. Trotzdem: insgesamt hat die Schose wirklich Laune gemacht.

11.03.2018
Kultur Museumsberg Flensburg - Der Künstler mit der Laubsäge
Sabine Tholund 11.03.2018
Kultur Das Debütalbum von Elise LeGrow bereitet Gänsehaut - Die schönen, alten Songmöbel
17.03.2018