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Kultur Von Wegen Lisbeth im Kieler Orange Club
Nachrichten Kultur Von Wegen Lisbeth im Kieler Orange Club
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06:19 10.05.2019
Von Thorben Bull
Die Berliner Band Von Wegen Lisbeth trat im Kieler Orange Club auf. Quelle: Michael Kaniecki
Kiel

Der erste Eindruck

Keine Anlaufzeit nötig. Mit dem Opener „Wieso“ hatte das Quintett ganz fix die zu erwartende Tanzveranstaltung in Wallung gebracht. Das folgende „Meine Kneipe“ ließ den Damm vollends brechen. Die ausgelassene Feierstimmung sollte sich bis zum Ende durchziehen. Im Break des zweiten Songs konnte sich Sänger Matthias Rohde ein verlegen wirkendes Grinsen zum Szenenapplaus nicht verkneifen.

Die Musik

Die Setlist war wunderbar abwechslungsreich. Neue und ältere Songs folgten in unvorhersehbarer Reihenfolge. Waren bei den früheren Stücken wie „Bitch“ die Punk-Anfänge noch zu erahnen, wendeten sich die neuen („Lieferandomann“ oder auch „Jede Ratte der U8“) vollends dem verspielten Indie-Pop zu. Ob nun älter oder neuer – gemein hatten (fast) alle Songs die Tanzbarkeit.

Das Publikum

Bemerkenswert: die neue Platte erschien vor genau einer Woche und der Saal hing Frontmann Rohde auch bei den neuen Songs vom Beginn bis Ende an den Lippen. Galt für fast alle Nummern, ebenso für „Das Zimmer“ aus der Anfangszeit, bei dem das Publikum den Song nach dessen Ende im Chor einfach weiterführte. Rohde merklich verblüfft: „Was? Echt? Bei dem Lied?“

Was in Erinnerung bleibt

Dadurch, dass es viele Song-Highlights gab, fällt es schwer besondere Momente hervorzuheben. Es war schlichtweg das dicke Band zwischen den fünf Berlinern und ihren tanzenden Feiergästen, das diesen Konzertabend eine (im besten Falle konservierbare) vertraute Atmosphäre verlieh.

Fazit

Laut Matthias Rohde war das Konzert das erste seit acht Monaten. Die Spielfreude war Von Wegen Lisbeth in Anbetracht der Bühnenabstinenz anzumerken. „Ich weiß gar nicht, wie wir das so lange ausgehalten haben“, rätselte Rohde. Das beruhte ganz sicher auf Gegenseitigkeit, denn wie heißt es im Floorfiller „Wenn du tanzt“ so treffend: „Dass diese Welt nicht zusammenfällt, liegt nur allein an deinen Beinen!“ Die tanzende Wahrheit kann so einfach sein.

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