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Kultur G-Strings: Alles inklusive
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09:12 01.10.2016
Von Oliver Stenzel
 Die G-Strings waren zu Gast in Kiel. Quelle: Björn Schaller
Kiel

Der erste Eindruck

Dass vier der fünf G-Strings im normalen Leben Mitglieder des NDR Elbphilharmonie Orchesters sind, hört man ihnen an diesem Abend kaum an. Meist werden Geigen, Bratsche und Cello klanglich so stark verfremdet, dass ihr Eigencharakter nicht mehr auszumachen ist. Diese technische Basis allerdings bietet dem Streichquintett allerdings größtmögliche Flexibilität für seine Adaptionen aus Jazz und Pop.

Das Programm

Wirkt wie ein großes All-you-can-eat-Büffet: Ob Astor Piazzolla, Mother’s Finest, Elvis Presley oder Prince: Alle, was in der Welt der Musik Rang, Namen und Wiedererkennungswert hat, wird hier in effektvoll umgesetzte Kreuzüber-Klassik verwandelt.

Das Publikum

Ist altersmäßig gemischt und scheint „NDR Kultur“-Stammhörer wie auch spezielle Fans der werktäglichen „-Neo“-Sendung des Senders zu einen. Zum Mitklatschen muss man es nicht lange bitten.

Was in Erinnerung bleibt

Der Eindruck, dass so viel musikalische Vielfalt paradoxerweise auch ganz schön einförmig klingen kann, wenn man für ihre Umsetzung stets dasselbe Rezept verwendet. Allerdings sorgt der Auftritt von Linas Adomaitis für einige Abwechselung.

Fazit

Am Ende des Konzerts kommt man sich ein bisschen so vor, als hätte man sich zwei Stunden lang an einem großen Büfett bedient, das einerseits Küchenstile aller Herren Länger feilbot, wobei jedoch jede Speise auf der Basis ähnlicher Grundzutaten zubereitet wurde. Und genauso fühlt es sich ja auch an, wenn man am Abend die anderthalb Stunden „NDR Kultur Neo“ hinter sich gebracht hat.

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Deutsche Presse-Agentur dpa 30.09.2016