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Kultur Nordart im Aufwind
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18:10 15.09.2014
Von Veronika Sawicki
Die Praktikantinnen Bente Jürgensen (22) und Hellen Hartmann (23) sowie Volontärin Lea Hirsch (19) bringen die Statuen in der großen Halle auf Vordermann. Für das Lichterfest soll alles gut in Schuss sein. Quelle: Veronika Sawicki
Büdelsdorf

2013 besuchten rund 60000 Interessierte die Kunstausstellung in der Carlshütte. In diesem Jahr beobachtet Inga Aru einen Zuwachs der Besucherzahlen: „Zur Halbzeit hatten wir eine Steigerung von 25 Prozent.“ Sie ist guter Dinge, dass bis Oktober mehr Menschen in den Genuss des Gesamtkunstwerks aus Skulpturen, Installationen und Gemälden kommen, als im vergangenen Jahr. Ein Trend zeichnet sich ab: Die Anfrage nach Führungen habe sich verdoppelt.

 Die Vorbereitungen für die Nordart im Jahr 2015 laufen bereits. Ein Vorhaben soll auf alle Fälle umgesetzt werden: „Wir brauchen unbedingt neue Toiletten“, sagt Inga Aru. Die jetzige sanitäre Situation sei noch ein Schwachpunkt. Weitere Verbesserungen wie Filmvorführungen in Form von internationalen Kunstfilmtagen sind in Planung. „Die Nordart erfindet sich jedes Jahr neu“, betont die Marketing-Koordinatorin. Ideen gebe es genug – nur die Realisierbarkeit und Finanzierung müsse jeweils geprüft werden. Traditions-Veranstaltungen wie Poetry Slam oder die lange Nacht der Lichter sollen weiterhin bestehen bleiben.

 Zum Lichterfest am Sonnabend, 20. September, erwartet die Gäste ein buntes Programm inklusive Imbiss ab 19 Uhr. An diesem Tag hat die Nordart bis Mitternacht geöffnet. „Das ist nachts schon ein Spektakel. Man bekommt eine andere Perspektive auf die Kunst“, erläutert Inga Aru. Hierfür montieren Veranstaltungstechniker drinnen und draußen rund 160 bunte Lichter. „Wir machen alles klarschiff“, sagt Praktikantin Hellen Hartmann. Zusammen mit Praktikantin Bente Jürgensen poliert sie nicht nur alle Vitrinen auf Hochglanz sondern entstaubt auch Kunstwerke.

 Musikalische Begleitung gibt es ab 19 Uhr von der Gruppe Hosoo & Transmongolia, die mit mongolischen Instrumenten traditionelle und zeitgenössische Musik spielt sowie von der französischen Cajun-Kult-Band LeClou. Familie Ahlmann verleiht außerdem den Nordart-Preis 2014, der mit 10000 Euro dotiert ist. Zudem werden die drei Gewinner des Publikumspreises bekannt gegeben, auf die jeweils 1000 Euro warten. Inga Aru rechnet an diesem Tag mit 2000 Besuchern.