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Kultur Die Berge und das Böse
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10:00 29.08.2018
Von Sabine Tholund
Lässt seinen Commissario in Südtirol ermitteln: Krimiautor Burkhard Rüth.
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Kiel

Es braut sich etwas zusammen über Bozen. Wieder einmal. Genau gesagt zum fünften Mal wird Commissario Vincenzo Bellini mit den Machenschaften eines Psychopathen konfrontiert, der ihm in vier vorangegangenen Fällen gezeigt hat, zu welchen Scheußlichkeiten die Bestie Mensch fähig ist.

Burkhard Rüth, geboren 1965 in Westfalen, war Unternehmensberater und Fachautor, bevor er sich vor gut sechs Jahren dem Schreiben von Kriminalromanen zuwandte. Auch jetzt ist er zwar noch in verschiedenen Projekten als Berater oder Gutachter tätig, von Freitag bis Montag widmet er sich jedoch den Spielarten des Bösen – als Autor, versteht sich. „Wenn ich schreibe, tauche ich komplett ab in meine Geschichten“, sagt er.“ Obwohl in allen fünf Bänden der Bellini-Reihe derselbe Übeltäter eine Rolle spielt, ist jedes Buch auch für Neueinsteiger verständlich. Denn immer gibt es einen aktuellen Fall, bisweilen mit politischem oder historischen Hintergrund, der sich im Laufe der Handlung mit dem "Monster von Bozen" (Titel von Band 1) verbindet.

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Doch was treibt einen Unternehmensberater an, sich so fiese Geschichten auszudenken? Und warum spielen sie im fernen Südtirol? „Ich habe schon immer gerne Krimis gelesen. Die Geschichten fallen mir oft ganz spontan ein“, sagt Rüth, für den auch der Tatort am Sonntag zum Pflichtprogramm gehört. „Und Südtirol kenne ich wie meine Westentasche. Da habe ich mir gedacht, man könnte die Berge ja mal nach Kiel holen.“ Wohl „mehr als 30 Mal“ hat der begeisterte Bergsteiger die Dolomiten und die Täler Südtirols besucht – man erkennt es an der detaillierten Schilderungen von Land und Leuten. „Dreiviertel der Orte, über die ich schreibe, kenne ich.“

Premierenlesung mit Wein und Fotopräsentation am 5. September, 20.15 Uhr, bei Hugendubel im Sophienhof. Eintritt 15 Euro inkl. Getränke