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Kultur Cannes 2019: So werden auf den Luxus-Yachten die Geschäfte gemacht
Nachrichten Kultur Cannes 2019: So werden auf den Luxus-Yachten die Geschäfte gemacht
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08:20 22.05.2019
Einmal bitte Schuhe ausziehen, die Boote sind so empfindlich: Der Yachthafen von Cannes. Quelle: imago images / Future Image
Cannes

Seite an Seite schaukeln schicke Jachten im alten Hafen, mit Technik hochgerüstet wie protzige SUVs beim Frankfurter Autosalon, insgesamt mehr als 600 Boote. „Die Plätze für größere Jachten sind alle weg“, vermeldet Hafendirektor Eric Barrat in seinem Büro. „Es herrscht Betrieb beinahe wie in der Hochsaison.“ Bei der Frage allerdings, was so ein Liegeplatz kostet, hält er sich bedeckt. „Da spielen viele Faktoren mit rein.“

Wer glaubt, dass an Bord das lockere Leben pulsiert, liegt falsch: An den Booten auf Palais-Seite wehen Firmenbanner. Filmhändler tätigen dort mit schönstem Blick auf den Altstadtberg ihre Geschäfte. Bei Cocktail und Fingerfood geht‘s da schnell mal um Millionen.

Chillen auf der Yacht in Cannes? Da wird nur gearbeitet

Selten liegt jemand entspannt im Deckchair und präsentiert seine Haut der (sowieso nur selten scheinenden) Sonne. Dafür ist emsiges Personal den lieben langen Tag damit beschäftigt, Teakholzböden zu polieren und dekorative Blumensträuße herzurichten.

Gäste müssen sich einer spießigen Prozedur unterziehen, wie man sie eher im Reihenendhaus mit Carport erwarten würde: Wer an Bord geht, wird gebeten, zuvor seine Schuhe ausziehen. Der glänzende Boden darf keine Kratzer bekommen. Die Jacht ist schließlich nur gemietet. Und wer weiß, ob Kratzer in der Versicherung mit drin sind.

Wer geht nach einem Cocktailabend schon mit den richtigen Schuhen nach Hause?

So stehen vor jeder zweiten Jacht Kisten an Land, in denen sich wild durcheinander die gerade aktuelle Schuhmode stapelt. Ob wirklich alle Gäste nach einem Abendempfang mit einem Drink zuviel mit den eigenen Tretern nach Hause gehen?

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Für alle, die noch können, lohnt es, am hintern Ende der Pier vorbeizuschauen: Dort erinnert eine Büste an die Französin Virginie Hériot, Beiname: „Madame de la Mer“. Hériot war eine fanatische Sportseglerin und Medaillengewinnerin bei den Olympischen Spielen 1928.

Schwer verletzt segelte sie 1932 bei einem heftigen Sturm ihre letzte Regatta, weigerte sich aber, vom Steuer abzulassen, bevor sie die Ziellinie überquert hatte. Dann starb sie.

Das Leben (und nicht das Sterben) von Virginie Hériot erinnert all die stolzen Geschäftemacher vielleicht an eines: Man könnte mit so einer Jacht auch mal in See stechen.

Von Stefan Stosch / RND

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