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Kultur Wenn Songs zu kleinen Spektakeln anwachsen
Nachrichten Kultur Wenn Songs zu kleinen Spektakeln anwachsen
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07:38 20.02.2017
Von Thorben Bull
Auftritt mit einem gewissen Schuss Theatralik: Cryptex im Roten Salon der Pumpe. Quelle: Björn Schaller
Kiel

Schon der hymnische, mehrstimmige Opener The Knowledge Of Being lässt schnell die Scheu des Publikums vor zu viel Bühnennähe weichen. Während die Melodie umarmt, rüttelt insbesondere Frontmann Simon Moskon wach und holt seine Jünger heran. Das Charisma und Selbstvertrauen, das der agile Sänger an den Tag legt, durchdringt auch die Songs. Zuletzt hat die 2008 gegründete Band aus Salzgitter eine elfmonatige Pause hinter sich. Die Auszeit scheinen sie offensichtlich genutzt zu haben, um ihre Songs im Stile von Rock-Opern zu kleinen Spektakeln anwachsen zu lassen.

 Das führt zwar meist zu Überlange mit Instrumentalparts und aufgeblähten Chören, allerdings ist die Fähigkeit, eine derart breite, flächige und zugleich dichte Soundwand aufzustellen auch als Stärke der Band auszumachen. Traumwandlerisch das Schlagzeugspiel von Simon Schröder, virtous spielt sich Gitarrist André Jean Henri Mertens in den Vordergrund, Bassist Marc Andrejkovits rundet den in die Tanzbeine gehenden Sound ab. Nicht verwunderlich, dass es da Sänger Moskon nur für seine Klavierparts auf seinem Hocker hält. Ansonsten kniet er sich im Roten Salon regelrecht in die Lieder.

 So auch in das Gutter Ballett Cover Savatage mit selbstverständlich nicht minderen Unterhaltungswert. „Als Newcomer wurde uns einmal vor einem Auftritt gesagt, ihr müsst etwas covern“, erklärt Moskon. Das tun Cryptex mit Bravour, bevor die eigene Ballade Release My Body der angesprochenen Romantik freien Lauf lässt. Der gewisse Schuss Theatralik von Moskon gehört dazu, denn was wäre der Rock schon ohne die Show.

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